Die Wüste lebt !

Bei den morgendlichen Spaziergängen in der Region um M’Hamid hab ich mich mal auf die kleinen Dinge konzentriert und Spurensuche betrieben. Die Wüste lebt und vielleicht sollte man sich mal nachts auf die Lauer legen. Am Tage bekommt man höchstens solch schwarzen Käfer und ein paar Vögel zu Gesicht. So bleibt es aber vorerst ein Rätselraten oder Detektivspiel was sich so ereignet hat.

Beide Spuren sind mir unbekannt. Die horizontal verlaufende unterscheidet sich von den üblichen Insektenspuren und ist auch etwas zu groß. Die Abstände zu gleichmäßig und die Spuren immer paarweise…

Ebenfalls kurios der Paarhufer der eine pferdeähnliche Gangart hat und ebenfalls symmetrisch auftritt, jedoch nicht tief genug für einen schweren Esel. Auch stammen die vertikalen Spuren anscheinend nicht aus hüpfender Fortbewegung da gleichmäßig aufgesetzt und ohne Verwerfungen. Jemand ne Idee zu beidem? Weiter mit dem nächsten:

Die hier V-förmig angeordneten Spuren stammen von den schwarzen Käfern, die mittlere mit der Umrandung ist mir unbegreiflich. schleppt da jemand was neben sich her? Tausendfüßler können es auch nicht sein, sieht nirgends unterbrochen aus, außer bei Gewichtsverlagerung.
Ich hab diese Spur mal verfolgt und das Tragen von irgendwas ist auch ausgeschieden, da alle Spuren vom und zum Bau das selbe Muster aufweisen. Hier wohnt der Verursacher.

Auch ein nächtliches Buffet konnte ich entdecken. Hier haben wohl mehrere Nager eine Pflanze klein gemacht. Reste sind noch zu erkennen.

Unter dieser festen Sandschicht wohnen der oder die satten Genossen die den Tag wohl verschlafen.

Diese Spuren hier sind in der Gegend keine Seltenheit. Als Transportmittel Jahrtausende bekannt, Kamele oder Dromedare hier mindestens zwei verschiedene Spuren.

Der Nomade dazu trägt Chinaware, keine einheimischen Sohlen oder Markenzeichen.

Auch die Pflanzenwelt kämpft in der Wüste ums überleben. Doch nicht alles was tot aussieht ist es auch. Diese trichterförmigen Büsche haben eindeutig schon eine Trockenperiode hinter sich und keimten vom Zentrum an wieder neu auf.

Und die Dinger hier sieht man häufiger in Südmarokko. Das Holz eines der leichtesten die ich je gesehen habe, wer damit ein Feuerchen machen will hat ein paar Sekunden Erfolg, dann ist es weg.

Zu der Jahreszeit hab ich den auch noch nicht zu Gesicht bekommen. Er trägt Blüten.

hat aber auch Früchte…

Und ebenfalls solche schon vertrocknet und geöffnet um die Samen an Schirmchen fliegen zu lassen.

übrig bleibt eine sehr leichte schrumpelige Hülle mit etwas Flaum dran… fährt jetzt auf dem Armaturenbrett mit Spazieren.

In der Nähe von Schattenspendern ist am Meisten los. Hier hat es wohl einen Kampf gegeben. Ob es anschließend ein Festmahl gab oder die Beute entkommen ist kann ich nicht erkennen. Auf jeden Fall hab ich die Schlangenspuren sonst nie in solchem Chaos gesehen. Schätze nur aus Lust und Laune wird die Natter wohl nicht getanzt haben.

Das war es dann auch schon und in der Nachbarschaft stößt man bis zum nächsten Wind nun auf diese beiden Spuren hier. Atlas und meiner einer.

Und der Vollständigkeit halber die WALKÜRE zum Abschluss. oben ist vorne und das grobe sorgt für Traktion und Vortrieb. Immer die Augen offen halten. Das interessante liegt im Detail.

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