Innenausbau Expeditionsmobil – Wandverkleidung

Nach der Korkisolierung ist noch einiges passiert und es wurde stressig. Die Sommerpause rückte nahe und ich wollte zumindest mit der Innenverkleidung noch fertig werden. Deshalb musste der Bericht dazu bis heute warten. Das Material dazu fand ich dann doch endlich nach gewohnter Methode am Straßenrand. Ein paar etwas angegraute Balken die bei den Terrassenbrettern für meinen Alkoven lagen und einen ganzen Haufen Einwegpaletten. Kein Wunder also dass ich Arbeit mit dem Rohstoff hatte.

Die Balken wurden beim Nachbarn dank Kreissäge auf gewünschte Maße getrimmt. Vorher ordentlich mit der Bandschleifmaschine in 1a Zustand versetzt. Die linken Latten im Bild sind mit Absicht und viel Aufwand so gebogen worden. Das sind die Innenleisten meiner Dachbögen die mit dem Metall zusammen exakt bündig zum 30mm Kork abschließen. Blogbeitrag dazu gab es ja schon, auf Nachfrage hier nochmal die Eigenschaften auf Papier:

Viel mehr Arbeit jedoch haben mir meine vier Stützpfeiler in den Ecken der Kabine beschert. Natürlich müssen auch die verblendet werden obwohl ich durch den innenliegenden Mechanismus des Hubdaches keine Schraube durchjagen kann. Dies ist mir aus versehen mal beim Frontverkleidung anbringen passiert und die Verblüffung war groß warum Tage später das Dach nicht ausgefahren werden konnte. Hier also auch noch Platz für versenkte Schraubenköpfe und Knotenbleche, mit geplanter Kerbe zum bündigen Abschluss der schon vorbereiteten Innenverkleidung… hoffentlich passt alles.

Die Vorbereitung hieß nämlich etliche Palettenbretter (nur von Einwegpaletten, da nicht chemisch behandelt) mit Farbe beschmieren. Weiß und helles Grau waren meine Favoriten.

Und das alles nur um später mit der Bandschleife und in eingebautem Zustand erneut mit der Fächerscheibe wieder glatt zu bügeln. Man bedenke die Stundenlange Arbeit Paletten zu zerlegen und Nägel zu entfernen oder unter Vorsatz zu behalten und den Überstand abzuflexen.

Es wurden so einige Bretter wie im Hintergrund zu sehen. Und dann jedes einzelne Brett zum passenden Nachbarn wählen, da meist nie völlig gerade, um mit Hunderten kleinen Schrauben alles nebeneinander anzubringen.

So lustige Ecken wie der Fensterrahmen zur Fahrerkabine stellte mich erneut vor Herausforderung die Ohne Kreissäge nicht zu machen war. Den Rest der Arbeiten hab ich mit meinem vorhandenen Werkzeug doch recht gut hin bekommen. Stolz nun also auch auf diesen Rahmen und Glücklich nicht noch mehr Fenster im Wohnraum zu haben… Das große mit 360° Rundumblick reicht dann doch völlig.

Nach dem Fenster fehlt nur noch die Tür und die braucht erstmal einen Rahmen… dieser Wiederum beginnt mit einer anständigen Schwelle. Fächerscheibe und Bandschleifer haben auch diese schöne Form hinbekommen. Die beiden halbrunden Leisten dahinter sind im gleichen Arbeitsschritt entstanden und mit weiteren Elementen später noch als Regenrinne aufs Dach gewandert. Man kann sich also wieder mal vorstellen wie lange mein guter Bosch Winkelschleifer im Einsatz war…

nach der Schwelle die im Fußboden verschraubt wurde ging es ganz schnell. Zarge, Querstrebe und bündige Außenverkleidung auf extra versenkter Leiste. Ansicht von hinten nimmt Gestalt an. Oben folgen Fenster, unten gab es die letzten Stücken kork, womit nun exakt 20m² Isolierung in diese kleine Hütte gewandert sind.

Innen sieht man auch schon die fertigen Wände. Im späteren sichtbaren Bereich komplett aus hellen Latten, hinter Couch Küche und Sekretär eine in ähnlichem chic bemalte Sperrholzplatte, die auf den letzten Drücker und kurz vor verzweifeltem Kauf beim Holzhändler bei Selbigem in der Restetonne lag. Krumm und schief aber für meine Zwecke ideal. Manchmal läuft es so…. bei mir aber recht häufig. 🙂

Nun fehlt nur noch ne Tür… oder in meinem Falle zwei Elemente die wie bei einer Westernbar aufschwingen sollen. Auch ne geile Idee, mit den gekauften Scharnieren aber nicht zu verwirklichen und bündig abschließen soll sie ja auch. Woraus baut mal am Besten ne Tür? Richtig aus ner alten Tür… Leicht stabil und groß genug. Versucht sowas mal aus nem Haufen Latten zusammen zu nageln.

Ein Arbeitsschritt der leicht aussieht aber einen Tag Arbeit war. Clever hatte ich zwar die Abstände zum Rahmen ausgemessen aber keinen Winkel genutzt und so waren meine Zargen um wenige Millimeter schief. Ich musste also auch die Türen schief anpassen. Und zusätzlich noch jeweils beide Seiten der sechs Scharniere ohne Fräse, also mit nem Stechbeitel im Holz versenken.
Das Innenleben der Tür noch zu erkennen, super stabil und dämmend, der Abschluss jedoch muss bis zur Fertigstellung warten, vielleicht läuft mir ja zwischendurch irgendwo eine in sich greifende zweiteilige Dichtung über den Weg… Und die Reste der Tür waren dann auch ideal um den Rahmen im Alkoven zu verblenden und gleichzeitig zu dämmen. Sogar ein kleines Fach ist geblieben. Mission also erfüllt, der Bus ist grundlegend ausgebaut… nur noch die Möbel fehlen.

Matratze rein, Klappe zu, Dach runter und hier ein Blick von Keller bis Dachgeschoss. Die stabilen Balken als Ansatz für die späteren Möbel sind auch zu erkennen. Soweit konzipiert und nun auch höchste Zeit für ne anständige Probefahrt… dies jedoch im nächsten blog.

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