Die Düdo Dudes

Ich hab es ja vage schon einige Male erwähnt, es gibt ne Halle in Portugal, die uns zur Verfügung steht um Projekte und eigene Dinger zu drehen.
Mein Kumpel Flo der ja hier schon seit nem Jahr beim Nachbarn schweißt und bastelt war eigentlich die Initialzündung zu meinen Plänen diese Saison hier in Portugal zu verbringen. Er hat auch schon was eigenes für uns an Land gezogen, was sich ehrlich Halle oder Werkstatt nennen darf. Auch nicht gerade günstig hier unten aber immerhin mit Strom und Wasser ein Plätzchen wo man gut was schaffen kann. Wir sind zwar nur Untermieter, aber auf die Schnelle die optimale Lösung. Der Mieter der sich mit dem Gauner von Vermieter rumschlägt lässt dafür seinen Cabrio-Käfer stehen und wird demnächst auch noch den JetSki wegholen (leider, wäre ein tolles Spielzeug im Sommer)

Das kleine grüne Kabuff im Hintergrund ist sogar ein richtiges Bad, nicht gerade ein Luxus aber besser als so manches Werkstattklo.

Auch ein kleines Räumchen ähnlich nem Büro mit einer Couch drin gehört zum Platz. Das Regal schonmal ideal um meine restlichen Ersatzteile nicht immer im Bus rumschippern zu müssen.

Es ist also offiziell, DieDüdoDudes rocken die Algarve und können sich aussuchen was gemacht wird. Andrang gibt‘s genug und wir haben uns beide recht schnell einen Namen für Qualitätsarbeit gemacht.

Ebenfalls von Flo an Land gezogen die zwei Dauerprojekte die ein Engländer sich hier mit viel Phantasie und Enthusiasmus an Land gezogen hat. Bei dem Zustand der Fahrzeuge ist sein Lieblingsspruch auch wirklich angebracht. Auf die meisten Vorschläge reagiert er mit “Ok, let’s do it” der obere nun mit neuer Bremse und einigen Karosseriearbeiten fertig zum Schreinern geschickt.

Das andere Projekt verdient mal den Namen Komplettrestaurierung und wird demnächst in unsere Halle wandern. Der Spender der mich zur Pritsche brachte ist hierfür gedacht und wartet noch aufs sezieren.

Leer ist er schonmal und das ganze Gerümpel samt Dämmung und Boden wurde stilecht mit dem LastenDüdo auf den letzten Weg zur Mülltonne gebracht.

Als Ausstattung hatte ich ja nur mein Werkzeug und den Kompressor an Bord. Als erste Amtshandlung wurde ein adäquates Schweißgerät aufgetrieben. Dank Kontakten aus dem Busfreaks Forum kam das Ding bezahlbar gleich mit Huckepack auf der Pritsche vom Santa Clara See zu uns.

Das leuchtende Ding darüber war dann einer dieser Käufe die man auch mal mit dem Haben-Wollen Gefühl verbindet. Eine Akku betriebene Karaokemaschine mit USB und Blauzahn, endlich gute Musik beim arbeiten.

Drei Busse passen in die Halle und mein Moped findet auch ein Plätzchen um schnell und öfter ausgeführt zu werden. Im Hintergrund Flos Wilde Luzy die wir im letzten Sommer als Glücksgriff noch in Deutschland ergatterten. Der 406 aus grauer Vorzeit schlägt sich hier wacker und hat nur nen Getriebe eingebüßt. Bissel Zeit für unsere Hobel bleibt hoffentlich auch bald mal.

Der Platz am Eingang dann für Tages Schraubereien. Heute mal ein Hymer mit Bremsproblemen. Bei aufziehenden Wolken mal lieber ins Trockene mit dem Bomber. Man kann es auf dem Bild schon erahnen, ich habe wenig Hoffnung das Wüstenschiff durch die Türe zu bekommen.

Ein Breitmaul hingegen hat sich da nicht so kompliziert und war kurze Zeit drauf Gast für einige Kosmetik. Das Rolltor ausreichend und eigentlich war das die Generalprobe für mein 613 der noch in der verschneiten Heimat wartet.

Doch wie die Dinge so liegen und mein Lieblingswort Planänderung ist habe ich mich ja kürzlich erst frisch verliebt und bleibe nun doch hier ohne den Trip mit dem fetten Ungetüm über verschneite deutsche und französische Straßen zu wagen. Ich will die Pritsche und die Pläne dazu sind langsam ausgefeilt, das Projekt hat jetzt erstmal Vorrang und wird durchgezogen. Der 613 kann warten.

7Meter Bus sind aber auch ein richtiger Brocken. Da wird die Pritsche weit kompakter und Geländetauglicher. Nur Asphalt ist einfach nicht mein Ding. Der belgische Besitzer vom Breitmaul erstmal glücklich über ne intakte Dachrinne und abgedichtete Fenster, etwas neues Blech auch dazu und demnächst mal wieder ne komplette Bremsanlage in Augenschein nehmen.

Doch vorerst Feierabend und wenn die Sonne ihre Wärme einbehält geht es mit Licht hinterm Tor weiter… Felxen, Bohren, schleifen… solange der Strom nicht ausfällt, was auch schon vorkam.

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