Jaen Tag 36-37, Kilometer 3546

Am nächsten Morgen der Blick nicht ganz so romantisch. Oliven und wenige karge Behausungen, dahinter eine Straße und am Übergang vom Parkplatz zum Hügel massig Müll und Unrat. Die Nacht war zusätzlich sehr unruhig, heftige Windböen und derber Regen wie angekündigt, beide Busse gerieten mehrfach ins Schwanken. Die Geräusche lassen auch immer mal aufschrecken…irgendwas schlägt gegen den Bus, aber nicht direkt gegen die Aussenhaut. Es waren die Schmutzlappen die am Reifen polterten.

Gegen Mittag konnte ich das rumgammeln mit PC, Buch und Film nicht mehr aushalten. Regenjacke, Schirm und Stiefel, auf ins Getöse. In den umliegenden Gassen hatten Autos es schwer Traktion zu bekommen. Habe so steile Straßen gesehen, dass etwas Regen schon ausreicht um Haftung der Reifen zu verhindern. Zum Glück sind wir nicht weiter rein. Die meisten Leute halten zerfledderte Regenschirme über ihre Köpfe, auch ich bin einige Gassen später damit ausgestattet, denn Fallwinde und wechselnde Richtungen werfen hier sogar schon Tische um. Ich finde immer mal Unterschlupf in der Bibliothek und Markthalle, in die Kathedrale lässt man einen nur gegen 5,- Wegzoll. Keine Fotos, nur nochmal der Gesamteindruck mit grün-orangem Farbtupfer

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Trotzdem erfolgreich auf der Liste abzuhaken, Jaen kann man sich angucken und hat sicherlich noch mehr zu bieten, die Festung hoch oben hab ich aber ausgelassen. Weitsicht ist heute sowieso nicht angesagt. Zur Besprechung zurück stand das Thema Umparken und Duschen im Raum. Es ist grad etwas trockener geworden und auch Atlas braucht mal ne Runde, ich mache mich also erneut auf die Socken und checke Schwimmbad und Parkplatz hinter der Stierkampfarena aus. Geht klar und wir verlassen den windigen Platz. Wir haben aber keine Badekappen und wollen nicht für 4,- das Schwimmbad nutzen, sondern bekommen für nur 80ct Zugang zum kompletten Sportzentrum. Ausgestattet auch mit einer Tartanbahn samt Fußballfeld, was leider wetterbedingt unbrauchbar ist. Man könnte sich hier in Leichtathlethik austoben, die Turnhalle ist mit einem Basketballspiel besetzt, eine andere Halle bietet Platz zum austoben. Ein Traum und ne heiße Dusche im Anschluß lässt für alle den Tag erfolgreich enden.

Es gibt immer was am PC zu tun, diesmal tauschen wir Bilder und verbessern homepages, auch Spiele werden ein Thema, hab lange schon nicht mehr auf dem Rechner virtuelle Welten gebaut. Age of Empire kann also ab jetzt Leerlaufzeiten füllen.

Jaen Sportzentrum, Tag 37, Kilometer 3548
Gefühlt regnet es seit einer Woche, unser nächstes Ziel die Region um Granada hat aktuell auch nix besseres zu bieten. Wir ziehen aber trotzdem langsam weiter. Wie schon erwähnt befinden wir uns jetzt nicht mehr auf der Flucht, sondern können geniessen. Die Karte zeigt neben der Option Schnellstraße noch eine über die Berge südlich von Jaen. Plan geschmiedet, es geht los.

Los Villares, Valdepenas de Jaen und Castillo de Lubicon heißen Örtchen auf unserem Weg nach Alcala la Real. Kleine Gassen und kaum was los im Vergleich zur Stadt.

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Wir halten ab und an, erfreuen uns an der Aussicht und ich sammel Walnüsse am Straßenrand. Die Hügel hier sind aber sonst immer noch voll von Oliven.

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Es geht gut den Berg hinauf, zweiter Gang 25km/h und unsere Begleiter fahren schonmal vor, wir treffen uns am Nachmittag in Alcala wieder und werden bei einer Öltonne fündig. 50Liter Treibstoff wird als Teamwork mit Hakenangel und Schlaufe rausgefischt, na wenigstens mit dieser Rute haben wir Erfolg. Wenn auch nicht besonders herzeigbar war ein anderer Fund erwähnenswert, das zweite Mal schon Bier auf dieser Tour gefunden, wird nen gemütlicher Abend.

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Eigentlich hatten wir vor an der Festung zu übernachten. Leider ist der Weg hinauf so steil, dass ich es aus Erfahrung gar nicht erst versuche, die Hauptstasse wegen Bauarbeiten gesperrt gab es nur zwei ausgeschlossene Varianten. Der Rest der Stadt sagt uns nicht zu, also suchen wir was anderes.

Santa Fe ist nicht mehr weit, würden aber in der Dunkelheit ankommen, die letzten Kilometer hat man sogar die Sonne verschwinden sehen, sieht gut aus hier. Etwas weiter südlich zeigt mit maps.me ne Höhle etwas abseits der Route, Entscheidung gefallen. Die letzten Meter zum gewünschten Schlafplatz per Pedes ausgekundschaftet machen eine kleine Schlammschlacht nötig. Der Weg hier von den letzten Tagen Regen durchgeweicht aber machbar, no risk no fun. Und mit tollem Platz den Abend eingeläutet. Schon wieder ein Tag vorbei, ich weiß zwar nicht welcher, aber auch egal… wir geniessen und fahren noch in die Schlucht links im Bild.

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