Projekt Tanzsaal – der finale Akt.

Ein Großteil meiner Zeit verbringe ich also an dem Kollos, der nun über den Zenit ist. Endlich Aufbau statt Zerstörung, laut und dreckig bleibt es trotzdem. Ein Kumpel der bei ner Tischlerei arbeitet konnte seinem Chef ein paar Dielen aus den Rippen leiern. Tolle Auswahl und mein Rollheim mal wieder zum Lastentier umgewandelt.

Da ich aber noch unterm Bus beschäftigt war kam der Stapel erstmal neben den anderen, genug Platz im Trockenen vorhanden.

Rostige Bremstrommeln passen nicht mehr ganz zum Konzept „überarbeiteter Rahmen samt Fahrwerk“, also wieder stundenlang schleifen, grundieren und lackieren.

Alle Kleinteile gewaschen, bewegliche Teile mit Kupferpaste geschützt und in typischer Manier wieder zusammen gesetzt. Blick für die Nachwelt…

vorne natürlich auch alles in Butter.

Und dann endlich war es soweit, nach fast zwei Jahren Standzeit mal wieder mit frischen Batterien auf den Startknopf gedrückt. Was soll ich anderes behaupten, OM314 Einspritzer, kommt beim ersten Knopfdruck.

Die ganze Pracht also mal zum Foto in die Sonne gefahren. 750cm können sich dank Servo doch so handlich anfühlen. Wahrscheinlich auch Schuld das neue Fahrwerk samt stärkerer Stoßdämpfer vom 711er Vario

Vorne auch, dafür mussten nur die Buchsen gekürzt werden, damit die originalen Aufnahmen passen.

Und die Karosserieangelegenheiten hab ich dann auch mit Schweißgerät, Glasfasermatte und finalem Spachtel abgearbeitet… kann sich bis zum Gummi sehen lassen. Ohne die Scheiben raus zu nehmen kann man es kaum besser machen, den Rest muss sowieso Dichtmasse richten.

Und eine ordentliche Kante nun auch wieder hier zu finden. Die Tür daneben war nicht wichtig, wird gegen andere ersetzt.

Grundierung drauf zur Versiegelung… glatt wie gewünscht.

Die Fotos in der Sonne dann auch nötig gewesen um den Dicken der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Der Entschluss stand ja fest, ich muss mich trennen. Projekte und Vorhaben nicht miteinander vereinbar, Der Möbelkoffer sucht(e) neuen Bauherrn.

Und der perfekte Kandidat wurde gefunden. Ebenfalls mit dem Traum eine Werkstatt im Heck zu chauffieren war der Käufer wohl auch glücklich über dieses Schnäppchen. Für mich ging es primär um klare Verhältnisse und reinen Tisch in der Heimat damit ich unterwegs ein ruhiges Gewissen haben kann. kurz überschlagen hab ich mit Kaufpreis und Investitionen der Teile und Dienstleistungen am Tanzsaal ein Minus eingefahren… die wochenlange Arbeit von mir dann noch obendrein gratis, aber was solls, irgendwie doch beide glücklich. Und die Reisekasse gewachsen.

Und da ich den Koffer auch noch standesgemäß vor die Tür fahren will braucht der Aufbau auch noch den geplanten Boden. Noch nicht einmal abgehobelt und trotzdem eine Pracht.

Alles was schon besorgt wurde geht natürlich auch mit weg, Türen, Dämmung, Unterfahrschutz, Ersatzrad und weitere Materialien mussten ins Heck und verdecken den schönen Anblick echten Holzbodens. hier nochmal in Farbe.

Radverkleidungen, Heckstoßstange mit Beleuchtung und andere Kleinigkeiten um die Überführung schadlos zu überstehen halten einen weiteren Tag auf… jetzt ist’s auch egal und ich träume schon von meiner Reise… der Countdown läuft, Abschiedsparty in 10Tagen. Timing ist gerade so auf den Punkt.,

Der Tanzsaal also auch von der Liste gestrichen, nachdem mein Wüstenschiff schon verkauft wurde. Die neuen Eigentümer erwarten mich nächste Woche zur technischen Einweisung samt Lackierung wie versprochen. Bis dahin muss ich noch nach Bayern zum Vortrag auf dem Därr Globetrotter Treffen, ich freue mich und berichte.

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