Permakultur in Togo /PermaTogo

Der letzte Blog behandelte etwas das >warum< meiner Anstrengungen zur Selbstversorgung mit einem Bio-Garten. In allen anderen Beiträgen davor bezüglich meiner Arbeit in der Natur ist es schon am Rande mitgeschwungen, bekommt nun aber ein gesondertes Thema – Die Permakultur, für mich die einzig wahre, nachhaltige „Landwirtschaft“. Heute dann mit etwas mehr Details und Videos auch zur Ausführung meines Projektes PermaTogo. Ich befinde mich auf 800m in den Tropen und habe vor 2Monaten angefangen ein Stück Buschland freizulegen und nach meinen Wünschen und Ideen in Richtung Waldgarten umzugestalten. Für mich war das Thema Permakultur schon auf der Berliner Gartenparzelle vor 10Jahren der ökologische Weg vom gärtnern. Nun jedoch sind mir Flora und Fauna neu und ich suchte auch Inspiration online. Kann ja mal meine Favoriten mitteilen, für diejenigen die selbst mal google und youtube bemühen möchten.

Geoff Lawton aus Australien ist sowas wie der aktuelle Permakultur Guru mit mehrjähriger Erfahrung auf der Zaytuna Farm, ein Ausbildungszentrum. Allan Savory ist ein weiterer renomierter Agrarforscher der viele Ansätze zu bieten hat. Ernst Götsch in Brasilien hat mich sehr angesprochen, er führt ein gigantisches Projekt um den Regenwald zu retten und gleichzeitig Nahrungsmittel anzubauen.

Dann gibt es noch die hippe youtube Generation, die ihre Fortschritte in Bild und Ton festhält und damit vielleicht sogar gutes Geld verdient. „Back to Eden“ , „no dig“ „Foodforest“ alles Schlagworte die in den letzten Jahren so einige Vorgärten und homesteads in den USA veränderten. Gerade mit dem tropischen Hintergrund sind Florida und Hawai noch vor der Karibik gerne gezeigt.

Pete Kanaris  https://www.youtube.com/channel/UCXFCIrnBRp0HRAWRn1TiEmA

und Rob Cruz https://www.youtube.com/c/robandycruz

haben wohl die meiste Erfahrung und besten Videos zu zeigen. Raus aus den Tropen zurück in kältere Gefilde kann

James Prigioni viel Input bieten. https://www.youtube.com/channel/UC9V_-gqJsZNOy4v_HqbRz3w

Und wer noch weiter nördlich in Kanada Infos sucht kommt um „canadian permaculture legacy“ nicht herum. Ein Ingenieur der sich detailliert mit allen Ecken befasst. https://www.youtube.com/channel/UCfz0O9f_Ysivwz1CzEn4Wdw

Abschließend möchte ich noch meinen Favoriten und Gleichgesinnten Rob Greenfield anmerken. Barfussgänger, Dumpster Diver, Nachhaltigkeitsfanatiker mit kleinem Wohnraum. Er hatte selbst ein Experiment durchgeführt und sich ein Jahr nur von selbst geerntetem ernährt… Und das alles mit Köpfchen und gut erklärt. https://www.youtube.com/channel/UCKirXBZV7hE4Fws3VSdYkRQ

So… nun also, nach einigen Stunden Recherche wie ich denke (wenn man an diesen Thematiken interessiert ist unglaublich vielfältig und sinnvoll), können wir weiter mit Permakultur in Togo machen. Als ich auf meiner Reise im Nachbarland Ghana erstmals und durch Zufall auf das GPI (Ghana Permakultur Institut) stieß und ein paar Tage blieb, wurde mir selbst zum Ende der Trockenzeit dort erst bewusst was alles möglich ist.

GPI, das Ghana Permaculture Institute.

Nach den ersten Wochen in Togo kam ich dann ins Zion Gaia Projekt nach Agou um dort ein Quartal lang bis zum Eintreffen der Regenzeit im Garten zu helfen. Wasser zuvor täglich vom Fluß Zio geholt, ab Juni dann zum Glück direkt von oben…

Mein Camp in Zion Gaia

Auch kam ich so in Kontakt mit meinem Freund Kekeli, den ich als Zukunft Togos sehe. Einer der wenigen der auch Englisch spricht und Erfahrungen durch Reisen nach z.B. Senegal gesammelt hat. Er führt eine kleine Farm mit EcoTourismus zwischen Lome und Kpalime und ist ein guter Kerl, besucht ihn wenn ihr in Togo seid!

Die Ökofarm Kekeli bei Agou am Zio

Er wiederum versucht auch aktiv das Thema Permakultur zu verbreiten um Afrika zu retten. So kam es eines Tages zu einem Seminar bei dem EM (Mikroorganismen) erzeugt wurden und ich den Guru Togos der Biodynamik kennen lernen durfte.

Die Ferme GAVISA von Komla mit seinem Adjutanten Djalil sind sowas wie die Vorzeige Nachhaltigkeit hier in Togo. Einer der klügsten Männer mit dem Herz am richtigen Fleck und einer super Kleinfarm aus dem Nichts erschaffen. Ein Blog hierzu folgt noch und auch er bietet Seminare und Touristen Unterkunft. Im Flachland südlich Kpalime an der Grenze zu Ghana gelegen herrscht dort ein anderes Klima als bei mir in den Bergen.

So kann ich also nach über einem Jahr behaupten drei weitere Gleichgesinnte meine Freunde nennen zu dürfen. Wir nutzten diese Verbindung um zusammen mit meinem Honigdealer und Avocado-Magnaten in Danyi einen Biomarkt in Kpalime auf Basis einer Whatsapp Gruppe mit >Frei Haus Lieferung< ins Leben zu rufen. Nachfrage übersteigt das Angebot und ich muss meinen Garten weiter ausbauen… Eigentlich war mein Plan ja das Hotel zu beliefern… mehrere Standbeine nie verkehrt und Dank Corona auch immer noch ruhig im GoldenEye.

So konnte ich also die letzten Wochen viel Energie in Garten und FoodForest stecken und nun stolz die Ergebnisse in Bild und Ton zeigen:
Nach nur etwas mehr als zwei Monaten hab ich wilden Busch in einen Waldgarten mit über 50 Obstbäumen verwandelt. Nun geht es an die Details und das in Bahnen lenken der wilden Natur die durch den Anfang der Regenzeit am sprießen ist.



Der Vergleich zum Video des Vormonats hat selbst mich überrascht. Und mit einigen Rückschlägen im klassischen Garten kann man trotzdem auch enorme Fortschritte zu vor 4Wochen erkennen. Ich werde diese monatliche Dokumentation auch weiterhin so handhaben, eine tolle Erinnerung und sichtbarer Wandel auf youtube.



Soviel also zu den Neuerungen des Projektes PermaTogo… und wie man sieht auch ein Neustart für den gleichnamigen Blog der nun den Interessenwandel vom technischen Reiseblog zum Aussteiger Paradies ordnet. Zukünftige Beiträge aus Togo die nicht den Unimog oder Erkundungen betreffen also auf

http://www.permatogo.wordpress.com

Hier geht es dann weiter mit Pflanzen, Tieren und einem Leben im Einklang mit der Natur. Der Fertigstellung der Afrika-Sauna und was sich so im Schildkrötenreservat und der Baumschule entwickelt. Wie der Garten Erträge bringt und die Umsetzungen meiner Ideen im Waldgarten mit Teichbau und einem Baumhaus aus Bambus… Und ob sich auch irgendwann mal Frauen finden die diesen Ideen folgen und nicht nur vom Konsum gesteuert sind.

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