zurück auf die Räder…

Um dem Rückstand des blogs zur facebookseite aufzuholen, heute mal ein Bericht zum Projekt UNIMOG der viele Kleinigkeiten enthält. Eine Tachowelle ist wie gesagt schon jahrelang nicht montiert gewesen, der Winkeltrieb fehlt und an passender Stelle gibt es nur ein verschraubtes Loch… Bei der Suche nach Alternativen Möglichkeiten fand ich oben am Getriebe noch eine interessante Platte mit kuriosem Innenleben. Wohl eine Art Ölabstreifung für das Zahnrad darunter?

Eine andere Frage beschäftigt mich ebenfalls, das Überströmventil sitzt sonst zwischen Kessel und Betätigung der Sperren, was genau ist aber seine Funktion? Überdruck ausschließen oder erst ab einem bestimmten Druck öffnen und damit den Weg dahinter belüften? Weiß immer noch nicht wie ich die Sperren aktivieren kann brauche ja auch ne Möglichkeit die wieder drucklos zu bekommen.

Und die dritte Frage im Bunde befasst sich mit der Ölwanne, die ich beim OM 352/353 anscheinend nicht separat abnehmen kann ohne den Motor zu explantieren. Wie oft in Düdos gesehen ist diese Unterseite durch wahrscheinlich unfachgerechten Einbau des Motors eingedellt. Diese Beule nach innen ist schon ordentlich tief und regt bei mir Befürchtungen die Ölpumpe in Mitleidenschaft gezogen zu haben? Jemand ne Idee, ob dessen Saugstutzen sich oberhalb der Ablassschraube oder daneben befindet?

Aufgesetzt wird der Mog an der Stelle wohl eher nicht haben, die Achse kurz davor, für zukünftige Offroad Abenteuer hab ich mich aber umgehört und entscheiden den locker 20Kilo schweren Klotz vorne wieder dran zu schrauben, Unterfahrschutz der auch die Lenkschubstange schützt.

Es lagen so viele Kleinteile auf der Werkbank rum, dass ich mal wieder was zusammen setzen musste um Platz zu schaffen, Untergestell und Schubrahmen lackiert, Schienen mit Diesel gereinigt und gangbar gemacht, Leder geschrubbt. Ergebnis ist ein optisch neuer Sitz… ausreichend bequem und bleibt also erhalten.

Noch viel mehr Zeug war das ebenfalls lackierte Fahrwerk welches wieder eingezogen ist. Hinten gar nicht mal so einfach da die Innere Feder an einer Seite abgeflacht ist und deshalb die Richtung vorgibt! Unten ist dies um dann bündig in den Teller zu passen falls es mal derbe einfedert. Um das Ding dann aber auch parallel zur äußeren Spirale zu bekommen gibt es diesen konischen Federteller der die Schräge der Anbauböcke ausgleicht. So zumindest hab ich nach einiger Zeit knobeln mir das aus dem Gedächtnisprotokoll erarbeitet, da die Fotodokumentation lückenhaft war…

Im Detail von oben also Bolzen, Bock, große Feder, großer Teller, kleine Feder, kleiner Teller, Mutter mit Splint. Ein Stück Schweißdraht ist für letzteres eingezogen mal wieder mangels Material…

Die folgenden Arbeiten am Expeditionsmobil nötigten mich den Bügel und die Räder für Messungen zu installieren. Kann ja auch nicht angehen, dass der sonst Hochbeinige sich ewig auf den Achsen liegend in der Garage breit macht. Ran muss ich da später wegen Wellendichtringen und Staubkappen der Bremsen sowieso noch einmal. Bremsscheiben sowie Naben montieren und die fetten Räder in Position wuchten… viermal, auch ein halber Tag rum… Die fetten Rundlinge machen mit roter Felge echt was her, Profil noch bei gut 8-10mm und laut Michelin geht nachschneiden noch… parallel also schon auf der Suche nach sowas hier… angeschliffene Öse in Lötkolben, oder gleich ne Rasierklinge?

Die Seitenansicht dann mit den ersten Regungen in der Hose, geiler Scheiß… das Teil werde ich so derbe durchs Gelände reiten wollen… Entschuldigt die Wortwahl… aber wahr! Zwei neue (echt wahr nagelneu) fette Stoßdämpfer gab es günstig für die Hinterachse, vorne zogen die beiden besten der vier alten, ebenfalls rot lackiert ein.

Wie man an dem Beispiel „250cm Brett“ mal sehen kann ist bei dem kurzen 406 echt nicht viel Spielraum für langen Überstand der Kabine sinnvoll. Ich werde mich mit einer 45grad Schräge wohl ungefähr in diesen Dimensionen befinden und damit 2×2,5m Wohnraum zur Verfügung haben. Es kann nun also zu den finalen Messungen der Dimensionen und Mengen des Baumaterials kommen. Im nächsten Blog berichte ich dann über die Details meiner Pläne für die Wohnkabine, Shelter, Campershell oder wie auch immer man das Haus dann nennen mag.

Doch zum Abschluss für heute noch einen Tupfer Farbe… Bundeswehr gelboliv wie es auch meinen DÜDO ziert. Kommt in Kombination mit dem roten Bügel auch fett und erinnert an die Forstmodelle. Nicht dass wieder einer auf die Idee kommt meinen Militärlack zu beanstanden…

Eine Dose 750ml dieses RAL Tons hatte ich noch für Ausbesserungen an der WALKÜRE dabei. Blödsinn, den aufzuheben also rauf auf den Mog. Guter Qualitätslack, gibt es hier auch nicht! Und etwas sparsam reicht es auch für alle angestrebten Teile.

Immerhin hab ich in einem Baumarkt nun endlich schwarzen Chassislack aus der Elfenbeinküste gefunden, mal sehen ob der unserem Bantho Korux gleich kommt oder auch nur Farbe für den Allzweckgebrauch ist. Ziert später den frisch lackierten Stoßfänger und weitere Kleinteile sowie die Radkästen. Der Innenraum wird dann wieder rot, zumindest an den Stellen wo ich nicht der Vibrationen und Motorwärme wegen dämmen werde.

Ein Gedanke zu “zurück auf die Räder…

  1. detlef / busfreaks.de schreibt:

    Zitat: Bei der Suche nach Alternativen Möglichkeiten fand ich oben am Getriebe noch eine interessante Platte mit kuriosem Innenleben. Wohl eine Art Ölabstreifung für das Zahnrad darunter?

    Hallo P. So einen Deckel hatte ich damals auch an einem Golf und T3 Getriebe. Den konnte man raus nehmen und dann eine Vakuumpumpe einsetzen Zb. für einen Bremskraftverstärker.

    Sieht wie immer wieder Top aus. Mach weiter so.

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