viele kleine rote Anbauteile…

Die Karosserie ist also vollendet und ich hatte noch viele kleine Dinge aus Metall anzufertigen. So zum Beispiel der Adapter für den neune Kupplungsnehmer. Eigentlich für einen OM616/617 Motor vorgesehen war der mein Ersatz im 407 und zieht nun im 406 ein. Der originale Zylinder festgerostet und hier nicht aufzutreiben, kostet in Deutschland schon 100,- Scheinchen und ist damit 5mal teurer als das folgend gezeigte Exemplar. Der Winkel aus 3mm mit verstärkten Seiten sollte an der originalen Halterung die Kraft gut übertragen, noch dicker wäre vielleicht besser, gab es aber ebenfalls nicht…

Natürlich wurde jedes neue Teilchen angeschliffen, grundiert und lackiert… hab schließlich 5Liter Rot zu verbrauchen… Kleinteile sind ebenfalls die Abdeckgitter der Scheinwerfer, das Fahrersitzgestell und der frisch erschaffene Batteriekasten.

Tolle perfekte Position übrigens wenn der Ölbehälter der Hydraulik nicht mehr seinen Platz einnehmen muss. Passt die 100er ideal zwischen Lampentopf, Kotflügel und Aufnahme des Stoßdämpfers.

Und nur wenige Zentimeter weiter, quasi direkt dahinter, war auch Platz für die Zweite zur Sicherheit. Der echt minimale Beifahrerfußraum auf der anderen Seite wird Staufach und Aufbaubatteriestandort, Kabeldurchführung an alter Lüftung inklusive.

Weiter ging es mit der großen Baustelle „Anbauteil“. Mit Vorbereitungen für den Überrollbügel. Ich hatte irgendwie kein Foto von dem Massaker, das ich veranstaltet habe als der mittig durchtrennt wurde. Heißt die beiden direkten Streben vorne und hinten sowie das X in der Mitte. Warum der Scheiß? Naja, der Bügel ist in Zukunft 25cm breiter und somit auch weiter außen montiert um auch seinen Zweck zu erfüllen. Die Verschraubungen an der Kabine sind ja schon gezeigt worden, dafür waren zwei 90grad Winkel des 60mm Rohres nötig. Einen Rohrbogen zu besorgen war komplett gescheitert, die meisten Befragten wussten nicht einmal dass es sowas gibt, Rohre verbindet man hier mit scharfem Knick…
Also mit der Flex ran und bei runden Rohr sollten zwei V-Ausschnitte des Durchmessers also 60mm an der breitesten Stelle für zumindest etwas ergonomische Formen sorgen und nen geschmeidigen Winkel sorgen.

naja, fast… wie man auf dem nächsten Bild sieht viel zu viel Material weggenommen. Die 3mm dicke „Trennscheibe“ hab ich eigentlich mit berechnet, der nächste Anlauf war dann viel zu klein und auch der Zwischenraum wirkt irgendwie gestaucht…

Das kann ja heiter werden wenn ich das Endrohr am Auspuff neu gestalten werde… Für diese Lösung hier hatte ich die Schnauze voll und das Rohr zweimal direkt 45grad geschnitten und um 180 verdreht wieder zusammengefügt. Scharfe Kurve quasi aber passt… Weiter am Hauptteil…

Beim X in der Mitte fehlten natürlich auch die 25cm und wieder kam der Zufall ins Spiel. Durch das Klappfenster benötige ich mehr Freiraum oberhalb im vorderen Bereich. Die beiden Streben des ehemaligen X wurden also am Außenrohr getrennt und mittig wie hinten mit Einschnitten versehen, dass diese zusammengestaucht werden konnten. Als ich die Hypotenuse dieses Dreieck soweit verkürzt hatte, dass das Fenster auch vorbei schwenken kann… trafen sich beide Enden wieder in der Mitte und konnten dort vereint werden. Alles was rot eingekreist ist bedarf Schweißarbeit, die beiden Pfeile die alten Anschweißungen die nur weggeschliffen werden mussten.

Nun ja, die Schweißnähte zuvor waren schon keine Wucht und mit massig Spachtelmasse verblendet. Meine diversen Anpassungen hatten so einige Lücken übrig gelassen und die Schweißkunst stand hier definitiv nicht im Vordergrund.

Es ist nun verbunden und hält… stolz bin ich aber nicht. Jedoch kann sich das komplette Ding wieder am Stück bestaunen lassen. Die beiden geraden Verbinder waren simpel einzufügen, da das zusätzliche Rohr genau drüber gesteckt werden konnte und ich so keine Knicke fabrizierte. Fertig zum Lack… doch vorher werd auch ich etwas Spachtel in die Ecken schmieren um meine Kunst zu verbergen. Nächster Schritt Anprobe und Vereinigung mit den Winkelecken.

Das Ding soll also als Astabweiser dienen und die Karosse schützen, falls es mal durch dichtes Gestrüpp geht. Auf dem Dach werde ich hoffentlich nie liegen bleiben. Weiterhin hat das Ding tragende Funktion für das vollwertige Ersatzrad. Gibt sonst in meiner Planung echt keinen Freiraum für das Teil. Die vier montierten Räder jeweils knapp 100Kilo schwer, der Ersatz zwar extrem abgefahren und auf 9×20 statt 11×20 Felge montiert, trotzdem sicherlich auch 80Kilo schwer. Kurios ebenfalls, obwohl beide im Bild sichtbare Reifen exakt 14.5R20 sein sollen ist der optische Unterschied schon immens.

Das Ding muss also stabil obendrauf befestigt werden. Vier Löcher der 6 in der Felge ergeben ein schönes Rechteck, das sich gut zusammenschweißen lässt. Vier Bolzen durchgesteckt und ebenfalls festgebraten… die passenden Muttern halten dann das Rad, Etappe 1 vollendet. Nun das Ganze verschraubt, oben drauf positioniert und geschaut wie man das am besten zusammen bringt. 30mm fehlen, also wird ein zweites Vierkantrohr drunter geschweißt und mit dem Bügel verbunden, danach das übliche Prozedere und hier das Ergebnis.

Nun gibt es Leute die meinen völliger Quatsch ein schweres Ersatzrad auf dem Dach zu transportieren, bin selbst einer von denen, aber was bleibt mir übrig? Unterm Auto und die Bodenfreiheit einbüßen? Hinterm Auto wird es kein Platz geben und seitlich wie vorne wäre auch blöd… Brauch ich halt Hilfe beim einmaligen Hochhieven, runter erübrigt sich dann, denn im Schadensfall tuts die Schwerkraft und der evtl. defekte Rundling wird halt an der AHK baumelnd bis zur nächsten Werkstatt geschleppt. Dort gibt es Menschen und das Ding kann dann wieder mit Hilfe und (Toi toi toi) wenn überhaupt nötig repariert, getauscht und oben platziert werden… Klar wird das kein Spaß.

Jetzt noch die Frage, warum das Teil nicht mittig sitzt!? Nun, man könnte meinen es soll das Gewicht des Fahrers ausgleichen… man kann aber alles detailliert erörtern und verkomplizieren! Nein ich will einfach die Möglichkeit behalten mich auf dem Fahrersitzt nach oben entfalten zu können, quasi aufstehen und mit dem Fernglas die Umgebung aus knapp 3m Höhe erkunden. Wenn das nicht reicht ins Ersatzrad steigen und die Augen noch näher den Sternen wissen. Wozu hab ich denn ein dachloses Fahrzeug konstruiert…
Und ja, mir ist klar, dass der die Karosse sich frei bewegen kann und deshalb der Bügel zwischen Fahrerhaus und Stoßstange doof gelöst ist. War aber schon so und erhält von mir noch eine weitere Optimierung, die Lagerung vorne wird durch Gummiklötze beweglich gehalten. Dies geht auch einher mit meinen Bemühungen die defekte Kabinenlagerung zu reparieren, hab da schon ne Idee…

Wie man dem letzten Bild entnehmen kann ist der Mog auch schon wieder auf seine Räder gestellt. Die defekten Simmerringe der Vorgelege kann ich hier nicht tauschen und hoffe auf Kollege Zufall, irgendwann bevor es los geht…

Die Heckspinne oder wie man den Hilfsrahmen auch immer nennt ist ebenfalls eingezogen um das Finale Konzept der Huckepack-Kabine auszuklügeln… und endlich Material zu organisieren. Die recht bescheidenen Möglichkeiten hab ich ja schon erwähnt, vielleicht könnte ich in der Hauptstadt besseres Stahlrohr finden, aber dafür 500km und unentspannte Straßenkontrollen auf sich nehmen, nein Danke. Corona hat die Welt immer noch im Griff und ich bleibe in meinem Busch… Die nächsten Bauabschnitte dann hoffentlich auch mit weniger Verzögerungen durch Wetter und Materialmangel…

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