Was unterwegs so der Küche entspringt…

Ich lebe gesund ohne mir über jedes Detail meiner Ernährung Sorgen und Gedanken zu machen. Grundlegend ein paar Dinge beachtet und mit wenig Aufwand den größtmöglichen Nutzen erzielen. Hier in Marokko mit den überall verfügbaren günstigen und frischen Lebensmitteln gar kein Problem.

Was sich so auf meiner Speisekarte verirrt und meiner Küche entspringt ist dann heute mal Thema.

Europa ist Nachbarland und klar gibt es auch alles oder vieles wie in der Heimat, teils aber mit saftigen Preisaufschlägen. Das sehe ich nicht ein, erst Recht wenn es für “leere Kalorien” also minderwertige Nahrung wie Weißmehlprodukte, oder auch Pasta zutrifft. Lasagneplatten zum Beispiel sind nicht unter 3,-Euro aufzutreiben und ein Glas Schokozuckermasse mit nussig klingendem Werbenamen ebenfalls um diesen Wert. Demnächst folgt mal ein Überblick sonstiger Preise. Meine Alternative für diesen Auflauf dann wie im Bild zu sehen panierte Auberghinen und angebratene Kartoffelscheiben.

Eine Tomatensauce ist schnell aus frischen Zutaten und ein paar Gewürzen (ohne Zucker) gezaubert und schmeckt am nächsten Tag auch noch, also kann man sich gleich die doppelte Menge vorbereiten. Was solch eine “Lasagne” aber ausmacht ist Käse und den gibt es hier leider selten und teuer. Ich hatte aber ein paar Schweizer getroffen und Tauschgeschäfte abgehalten. Voila, dank Ofen im Truck ein Gedicht.

Das Ding zu installieren war eine der besten Entscheidungen die ich getroffen habe. Vielseitig wie das letzte Brathähnchen zeigte verwendbar. Demnächst versuche ich mich dann mal an nem ordentlichen Brot.

Und relativ sicher vor Fliegen und Staub während der Fahrt ist das Ding auch, der perfekte Aufbewahrungsort für den nächsten Tag. Lohnt sich manchmal die große Auflaufform für zwei Mahlzeiten zu nutzen. Hier im Bild eine Spezialität meiner Kindheit, Reisauflauf mit Tomatensauce. Reis kochen, Zwiebeln und ggf. Wurst anbraten, zusammen in die Form geben und mit geschlagenen Eiern und Gewürzen überziehen. Dann im Ofen lassen bis alles fest ist.

Aber eigentlich ,müsste ich chronologisch am Morgen starten. Nach vielen guten Erfahrungen aus meiner (Versuchs-)Zeit als Rohkostler bin ich den Großteil des Tages dem noch immer treu. Morgens nach der nächtlichen Entschlackung viel Flüssigkeit aufnehmen, am Besten auch mit Vitaminen und Energie aus Fruchtzucker. Der überall in Mode kommende “smoothie” ist nix anderes als alles einmal durch den Mixer jagen. Ich hätte auch nen Pürierstab dabei, aber was der kleine Quirlige hier aus 250W zaubert ist auch annehmbar wenn auch nicht super fein. Alle Arten von Obst und Gemüse in verschiedenen Kombinationen ausprobieren… nen Schuß gutes Öl dazu und etwas geschrotete Leinsaat… hier Gurke Orange…

grün

geht aber auch bis zum anderen Ende des Farbspektrums mit Apfel Banane, rote Beete.

Rote Beete übrigens mit Schale am gesündesten und roh sowieso.
Geraspelt mit ner handvoll Möhren und einer halben Kokusnuss ebenfalls per Hand in Streifen gerieben plus ein paar Streifen getrocknete Feigen für die Süße… ein Salat mit Wow-Effekt.

Um hier nicht den ÜberÖko rauszuhängen kann man auch anders gut essen und Abwechslung in den Speiseplan bringen. Ich hatte mal Bock auf Hamburger als ich passende Sesambrötchen entdeckte. 5ct das Stück und 1,- für nen Drittel Kilo Hack vom Truthahn, die Tomate und der Salat im Centbereich und Majo und Senf hab ich auch noch. Der Käse hätte nicht sein müssen, mit 80ct für 50gramm aber mal ein gegönnter Luxus im Monat.

Eine gehackte Zwiebel anbraten, mit Semmelbrösel und Pfeffer, Salz, ggf Paprika o.ä. mit dem Fleisch vermischen. Anbraten mit nur etwas Öl.

Das angeröstete Brötchen optisch ansprechend garnieren und fertig ist die Leckerei. 75ct plus 10 Minuten Arbeit und nach drei Stück gut satt. Für sowas rennen Menschen zur goldenen Möwe und zahlen nen Fünfer.

Und manchmal will man auch keinen Reis oder Couscous und greift nach Pasta, hier eine Variation Meeresfrüchte. Miesmuscheln an den Klippen gesammelt, ohne irgendwas in der Pfanne mit Deckel aufgehen lassen. Per Hand gepult und sortiert und zur Sicherheit nochmal in Öl angebraten.

Gekochte Spaghetti dazu (Löffel Muschelsud dabei) und geschnittene Tomate bis diese weich wird. Braucht nicht viel mehr, schon gar kein Salz, schmackhaft und direkt vom Strand dahinter-

Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben. Risottos mit verschiedenen Gemüsen, wo der Reis schluckweise mit Brühe aufgegossen wird. Selbstgemachte Pizza mit Belägen was die Phantasie hergibt, Pfannkuchen jeglicher Art meist aber amerikanisch mit Backpulver damit sie nen Zentimeter dick aufgehen, bestrichen mit Honig oder Amlou. Und erst die bunten Suppen im großen Schnellkochtopf… Panierter Blumenhohl, selbstgemachte Knödel, Süßkartoffel Fritten im Ofen uvm. Reisen ist Leben und gutes Essen gehört dazu. Ich nehme mir täglich gerne rund zwei Stunden für dieses leckere Hobby.
Und wenn man abends mal noch was zum Film haben möchte… nur ein paar getrocknete Maiskörner in eine beschichtete Pfanne mit Deckel und poppopp…

mit etwas Öl und ner Priese Zucker auch im Rahmen, oder ne handvoll gehackte Nüsse dazu…
was habt ihr so als “Lieblings” Rezepte oder ausgefallene sowie einfache Sachen für unterwegs? Inspiration bitte.

7 thoughts on “Was unterwegs so der Küche entspringt…

  1. Uli says:

    Ääääääh… Muscheln bitte IMMER nur unterhalb der Flutlinie sammeln und nicht vom Felsen oberhalb pflücken! Die sammeln da noch mehr Schadstoffe und EINE giftige reicht für ne ordentliche Hepatitis!
    Hier noch ein leckeres, schnelles Brotrezept: 150 Gramm Mehl Deiner Wahl, knapp die gleiche Menge Wasser, Salz, 1 Teelöffel Trockenhefe, etwas Öl, Körner nach Wunsch
    Machst Du so: Abend alles miteinander vermischen (außer Öl), der Teig sollte sich wie ein Pizzateig anfühlen, nicht zu trocken ,aber auch nicht arg kleben. Dann eine (30cm) Pfanne einölen und den Teig darin zu einem gleichmäßigem Fladen verteilen, Deckel drauf und wegstellen.
    Wenn Du morgens dann aus der Koje gekrochen bist, den Herd anschmeißen und bei mittlerer Hitze das Teil mit Deckel braten. (Während Du gepennt hast, sollte die Hefe gearbeitet und den Teig gehen gelassen haben) In der Zwischenzeit Zähne putze, den Hund ärgern und pieschen gehen. Je nach Herd, nach ca. 10Min. den Fladen wenden und weiter brutzel, diesmal ohne Deckel. Wenn gut , dann gut. Die Backzeit variiert natürlich je nach Herd und Hitze.
    Wir machen das Brot öfter auf Reisen, ist hammerlecker und reicht gut für zwei Nasen zum Frühstück. Lässt sich auch willig mit allerlei Spezialitäten füllen und ist dann noch leckerererer!
    Gutes Gelingen und gute Grüße, Uli

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