Präsentation meines Lebens(t)raumes

Im Blog sind entgegen der facebook Bilder auf der page „MB608 Düdo WALKÜRE“ ja noch keine Ergebnisse des Ausbaus zu sehen. Das hole ich nun nach und hänge auch ein kleines Video an. Hier also meine Wohnung im Tiny House auf dem geländegängigen Expeditionsmobil Mercedes 608d. Zur Verfügung standen mir eine Grundfläche von 320x210cm mit einer variablen Höhe von 160-250cm.

Es wirkt schon recht heimelig und die vorherrschenden Farben sind weiß und braun. Der im letzten Winter in Portimao gefundene grob gewobene Teppich ist zu groß für innen aber ideal für die Terrasse. Dafür zieht der marokkanische Kamelhaarteppich also mit um, hier der Blick durch die Pforte.

Auch die Terrassentüren hab ich grob weiß gestrichen und erneut angeschliffen um den gleichen Effekt wie an den Wänden zu erhalten. Wirken noch etwas kahl, sind aber auch noch nicht fertig. Im Inneren dann mit ca 30cm heraus gefahrenen Dach aus meiner Perspektive mit dieser Ansicht. Funktionale Küchenzeile mit viel Stauraum rechts, Sekretär mit Schrank links und am Übergang zur Kabine das Sofa mit der 90x200er Federkernmatratze zum ebenfalls bequem drauf lümmeln.

Oft werde ich gefragt, warum ich zwei Betten installiert habe, vielleicht gibt es ja mal Besuch? Außerdem ist das oben als Panoramaschlafzimmer gedacht. Nach allen Seiten offen mit toller Rundumsicht, da ich auch die spätere Zeltverkleidung nicht dauerhaft anbringen will. Der Ausblick ist einfach zu schön, die 140×190 Federkernmatratze ebenfalls gut für gesunden Schlaf und langlebig.
Da ich aber sicherlich nicht immer „draußen“ schlafen mag oder kann braucht es also eine gleichwertige Gelegenheit für drinnen, falls das Dach mal zu bleibt. Bitteschön:

Man kann das Bett also gleichzeitig als Couch oder Tages-Ablage nutzen (Klamotten liegen doch überall herum oder?) Die Höhe zum Dach ist ausreichend um aufrecht zu sitzen. Der Überhang der Küchenarbeitsplatte kann also als Esstisch genutzt werden. Auf der anderen Seite ebenfalls um seitlich am Sekretär zu sitzen… wenn nötig. Der Stauraum darunter ist gigantisch. Es geht ja nochmals 20cm tiefer in den „Keller“ und es passen vier Reihen Bananenkisten dreifach gestapelt hinein… und lassen vorne noch Platz für sperriges.

Hier sieht man, dass der Lattenrost mehrteilig ist und deshalb unkompliziert bewegt werden kann. Dreiteilig um exakt zu sein, damit reicht es, nur das Mittelstück zu entfernen, wenn das Dach gehoben werden soll. Die Matratze zur Seite gestellt, also das Bettzeug vorne auf die Hundecouch heißt dann die Logistik. Halter an der Wand lösen, Heber unten an der Kabinenkante (Stahlträger schon beim Bau dran gedacht) und oben an der Dachverstrebung ansetzen.

Das Ganze dann abwechselnd mit 10cm vorne, 10-20 hinten Links wie rechts und erneut vorne alleine und ohne große Mühen hochlupfen und in den Seitenholmen arretieren. HighLift wieder an die Wand, Matratze zurück und Ausblick sowie Stehhöhe genießen… Auch die Dimension des Mittelganges ist ausreichend und der Länge der Schreibtischplatte angepasst. Detailarbeit… fehlt nur noch der passende Hocker. Da sich die Platte super auf den Türen abstützen kann bleibt das ohne weitere Kette oder sonstigem Mechanismus so, einfach gestalten. Die kleine Couch links im Bild ist dann wohl für den Kläffer reserviert.

Atlas hat dann nicht nur die Tür im Blick sondern auch den Ofen vor der Nase, könnte ja sein, dass ich beim Kochen was fallen lasse und das beim zertreten Flecken macht oder ich drauf ausrutschen kann, er opfert sich dann es sofort wegzuinhallieren. Die Küche bietet viel mehr Stauraum als meine vorherige in vergleichbaren Maßen… und durch die Schubladen kommt man auch in die hinterste Ecke. Bin damit echt zufrieden. Und die stabilen Kisten sind so ziemlich die einzigen Stücken Plastik am ganzen Ausbau. Vielleicht verblende ich die Fronten noch etwas… später.

Kochen würde theoretisch auch mit geschlossenem Dach funktionieren, glaube aber nicht dass das clever ist. Auch muss ich draußen die Gasflasche abschnallen, da sie liegend unterm Auto angebracht ist und nur stehend genutzt werden kann, vielleicht fällt mir da noch was besseres ein. Aber ein kleiner marokkanischer Kocher zum mal schnell Wasser warm machen kommt auch wieder mit. Die Emaille Allzweckschüssel darüber passt optisch wie praktisch super. Selbe Größe wie zuvor im Bus, reicht für Abwasch und Katzenwäsche. Neben dem Ofen ist noch Platz für die Osmosefilteranlage, im Betrieb dann mit Reservoir auf dem Deckel der Kochgelegenheit. Dieser Behälter wird also wie schon seit Jahren auch im anderen Bus ein nomadisches Leben ohne festen Wohnsitz führen. Bekommt vielleicht irgendwo einen Zurrgurt an die Wand um bei Pistenfahrten nicht durch die Bude zu wandern.

Das war dann auch schon die Vorstellung meines praktischen und bescheidenen Heims für die nächsten Jahre. Sicherlich gibt es noch einige Details und Dinge zu verbessern, doch jetzt erstmal heißt es packen. Bald ist es soweit und das Abenteuer kann beginnen. In Marokko werde ich einige Näharbeiten in Auftrag geben und mal sehen wie mich das restliche Afrika so inspiriert.

Und zur Krönung des Ganzen ist auch endlich ein Logo am Start. WALKÜRE in einer von Thor inspirierten Schriftart umschlungen vom Profil der Reifen die mich durch die Welt tragen sollen. Simpel und mit Wiedererkennungswert…

Und hier wie versprochen in bewegten Bildern. Klick…

mb608 WALKÜRE Innenausbau des tiny house

7 Gedanken zu “Präsentation meines Lebens(t)raumes

  1. Hans schreibt:

    Toll gelungen, Dein Lebenstraum! Wäre die Kiste verkäuflich, ich könnte glatt schwach werden. Grüße von Hans aus Köln, in Galicien an der Costa da Morte, der schönsten Ecke Spaniens, wo Du dran vorbei gerast bist.

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  2. Frederik schreibt:

    Super schön! Ich habe bei meinem DüDo einen Kofferaufbau und mache mir grade Gedanken über einen Durchbruch….hast du hier Tipps? Empfehlungen?

    Dank dir schonmal 🙂

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