MB508 Möbelkoffer „Tanzsaal“ 2018

Etwas mehr technisch wird es in diesem Beitrag der schon im letzten Jahr verfasst wurde aber es irgendwie nie online geschafft hat. Fiel erst jetzt auf, als ich die Fortsetzung der Arbeiten beschrieb. Deshalb chronologisch die Ersten Arbeitsschritte vom vergangenen Sommer.

Der 508 Möbelkoffer „Tanzsaal“ wurde mal grob vorgestellt, aber nicht seine Details. 7,50m Lang, flache Kabine, 3,50hoch, Servolenkung, leichter Alu-Möbelkoffer auf Pritschengestell. was bisher geschah…

Man nimmt sich immer mehr vor als man schaffen kann, trotzdem muss es Stück für Stück weiter gehen. Hier im Arbeitsbesuch mit Mb407 nebenan.

Dieser Koloss ist mir 2017 zugeflogen und bedarf ordentlich Arbeit. Wahrscheinlich mehr als zuerst angenommen. Er ist gigantisch, alleine der Blick von oben im Vergleich:

Mit Beginn meiner Arbeiten war das Ausmaß noch nicht genau abzusehen. Da der Hilfsrahmen ordentlich Rost angesetzt hatte und auch der Hauptrahmen keinen Schutz durch Farbe mehr aufwies und nicht lange so unbehandelt bleiben sollte war der Boden Geschichte. Klar sahen die Dielen super aus und hätten auch abgeschliffen werden können. Leider nicht zu retten, dank festgerosteter fetter Schlitz-Schrauben. Es blieb also nur die brachiale Lösung… Handkreissäge

Darunter dann wie erwartet weitere Schichten Rost. Die Entscheidung fiel zur kompletten Entkernung und anschließendem Neuaufbau.

Das Grobe mit dem Hammer abgeschlagen und später dann mit Fächerscheibe und Zopfbürste sowie Reinigungsfließ eine fast porentief reine Oberfläche geschaffen. Später gesellte sich noch ein mit Druckluft betriebener Nagelentroster zu sonst wie abgebildet genutztem Equipment:

Um mehr Platz zum Arbeiten zu schaffen kamen natürlich auch Federn und Achse raus. Das Schiff nun quasi auf Stelzen im Trockendock.

Der Hilfsrahmen auf dem der Alukoffer aufgesetzt ist lagert dazwischen auf Holzbalken und ist mit dem Hauptrahmen an 14Stellen verschraubt, natürlich rostig – Flex und weg damit.

…und dank einer Stockwinde (farm jack) etwas angelupft um auch darunter für Ordnung zu sorgen.

Sorge bereitet mir noch der seitliche Übergang zu den Aluprofilen, hier hat Kontaktkorrosion gut was weg gefressen. Zukünftig gummigelagert und anders fixiert sollte dann Ruhe sein.

Logisch haben mechanisch rotierende Werkzeuge nur begrenzten Spielraum. Ich kam also nicht ums Sandstrahlen in den Ecken herum. Der mobile Strahler der auf meinen Hilferuf spontan vorbeikam hatte den Kompressor im Auto und genügend Kanonenfutter sowie etwas Zeit dabei. Leider ist für solch eine Aktion eine dicke Brieftasche notwendig und 1000,-€ wären für den kompletten Rahmen fällig gewesen. Wir einigten uns über einen Bruchteil und zumindest die Bearbeitung der schwierigen Ecken wo es keine Alternative gab.

Eine staubige Angelegenheit und zum Glück auf dem Stellplatz kein Problem. Strahlgut aufsammeln schied aber aus, eine Kabine dafür basteln und bei dem Grad der Anrostung alles sieben wurde vom Experten abgelehnt. 4 x10 Kilo Säcke schoss er in einer Stunde auf den Rahmen ab. Das Ergebnis Perfekt. und ich muss mich nun stundenlang in unbequeme Positionen bringen um den Rest zu schleifen.

Gleich nach dem Strahlen grundiert und weiter geht der mühsame Akt mit den restlichen Stellen. Da ich den Rost so nicht 100prozentig entfernen kann greife ich auf eine anschließende Versiegelung durch „Rostumwandler mit Epoxidschicht“ zurück. Das ist gleichzeitig ne gute Basis für den anschließenden Lack.

Parallel gab es schon Besorgungen für die Dämmung des Wohnraumes. Glatte Wände, Styrodur dann ideal.

Neben dem Rahmen ist natürlich noch vieles Weiteres zu tun. Ich hab schon einige Löcher im Dach geschlossen und die Reste der Nieten und Dämmung im Aufbau entfernt.
Eine clevere Platznutzung schließt natürlich auch den Alkoven mit ein. Breit genug für ein anständiges Bett, Fenster sind auch drin, nur fehlt es etwas an Höhe. Auch dafür gibt es eine Lösung, erst einmal alles raus.

Unter Siebdruck, Alublech, Stahlträgern und Dämmung verbirgt sich noch das original Dach der Kabine. Das macht hier im Inneren keinen Sinn und ermöglicht so weitere 15Zentimeter Wohlfühlhöhe im zukünftigen Bett.

Um die Achse und alles andere konnte ich mich 2018 nicht mehr kümmern, der Herbst nahte und ich hatte noch den Motorumbau in meinem 407 Reisemobil vor. Hier war also Winterpause auf der Baustelle und alles wurde wieder in den Koffer gestellt um erst diesen Juni wieder ausgepackt zu werden.

Weiter geht es dann mit dem aktuellen Blogbeitrag:

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