Tinyhouse on PickUp, den Nachbarn inspiriert

Ich berichte ja öfter mal von Zufällen die vom Schicksal angestupst wurden, wenn auch Esotherik und Aberglaube nicht mein Ding sind. Trotzdem fand zur rechten Zeit, am rechten Ort eine ungeplante Begegnung statt die ein weiteres Projekt zur Folge hatte. Ich stand eines Winterabends auf der PizzaParty an der Algarve in der Schlange für dampfende Ofenteigteilchen. In Gedanken war ich voll bei meinem Projekt der Geländepritsche das damals noch in den ersten Schritten steckte. Und vor mir höre ich wie ein Kerl meine Pläne ausspricht: „ich hab mir einen PickUp gekauft und will darauf ein Tinyhouse bauen“ Moment mal…

Ich mischte mich ein und lernte Inti kennen der einen alten Peugeot 504 sein Eigen nennt. Karre mit Stil, das steht fest. Erfahrungen austauschen war angesagt und unsere Gespräche führten zur Überzeugung gewichtstechnisch einen Stahlrahmen stabil und leicht zu schweißen um den mit Holz zu verkleiden um die Optik der Hütte zu erhalten. Die aktuellen Gegebenheiten mit der Schweißerin und Arbeiten an meinem in der Halle also ideal und er sollte mal vorbeischauen.
Man wurde sich mit allen Beteiligten einig und gegenseitige Hilfe kann nie schaden, ein weiteres Projekt also was hier auf die Beine gestellt werden soll.

Die Ladefläche des Peugeot war ohne Seitenwände jedoch nicht annähernd so geeignet wie meine Unterkonstruktion. Auch wollte und sollte etwas mehr Raum zur Verfügung stehen und es blieb nicht aus auch diese Platte zu entfernen um eine austauschbare, absetzbare Kabine zu planen.

wie man sieht sind Autos hier unten echte Nutztiere und Pflege ist nicht so angesagt… es gab also immer mal einiges zu tun und in der Halle wurde es sowieso nie langweilig. Zur gleichen Zeit war auch Team Schweden mit ihrem Düdo dort heimisch und Inti schlief ab und an auf der Couch in der Werkstatt wenn es Spätschichten gab. Gemeinsame Besorgungsfahrten und Containern waren für alle aufregende Abwechslung des Alltages.

Aber weiter mit der Arbeit. Ein stabiler Stahlrahmen musste her, der als Unterkonstruktion auf drei Seiten der Ladefläche hinaus schaut.

Der Platz in der Halle wurde neu verteilt, mein Projekt nun langsam rollbar wanderte gen Ausgang um immer mal Sonnenlicht abzubekommen. Meine Holzarbeiten tätigte ich sowieso eher an der frischen Luft. Das wiederum geht beim Schweißen mit Schutzgas gar nicht, also ideal für die Metaller hinter mir.

Im Grunde ist der Aufbau mit Alkoven und großer Klappe hinten die kleine Version von dem was Lutzi die Wochen zuvor bei mir zusammen geschweißt hat. Erfahrungen soll man nutzen und individuell wird es durch die anderen Umstände sowieso.

Vor dem Finale mit Knotenblechen und Verstrebungsstützen musste das ganze Teil mal zur Probe aufgesetzt werden. Zeit für die Probefahrt meiner Walküre um Platz für den Peugeot zu schaffen.

Und es passt, wackelt und sieht gut aus. Nicht zu klobig und die Form auch noch kompatibel.

Der seitliche Überstand knapp 20cm und hinten mit ca 30 etwas mehr. Offroad soll das Teil ja nicht fahren können, stabil genug und trotzdem leicht war die Vorgabe. Locker zu viert zu heben schätze ich dieses Stadium des Rahmens auf knapp 100-120 Kilo. Alle Streben und Nahtunterstützungen sind nun auch schon drin. Passt. und sieht gut aus.

Die nächsten Wochen ging es an die aufwändigen Arbeiten was auch bei meinem Projekt unterschätzt wurde. Löcher bohren… an einigen Stellen hier sogar 3mm Wandstärke und mehr Löcher durch kleinere Latten als Wand geplant. Der arme Kerl und meine gute alte AEG Bohrmaschine im Dauereinsatz. Doch irgendwann war auch dies geschafft und die Grundierung drauf.

Nun kann man in dem Ding noch nicht stehen. Es ist ja als Häuschen geplant und was bleibt also übrig als auch ein Klappdach oder optimaler Hubdach zu entwerfen. Das große Mutterschiff Mercedes hat nun also einen kleinen französischen Nachfahren wenn man es so sieht. Echt gelungen und auch farblich eine tolle Kombination.

Meine Abfahrt aus Portugal war auch die Aufgabe der Halle und Intis Projekt ebenfalls dem Ende nahe führte seine Probefahrt auf einen idyllischen Außenarbeitsplatz zur Fertigstellung.

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