Projekt Pritsche Teil 4 – Der Rahmen

Im heutigen blog über die Pritsche geht es nur um eines: Metall! Die Zeit der Trennscheibenarien ist vorüber, ab jetzt wird wieder zusammen gefügt. Ein WIG Schweißgerät und massig Ampere lassen durch Hitze und einen Schweißzusatz eine neue, dauerhafte Verbindung entstehen. Los geht es bei den Winkelstücken der Seitenplanken die ja zerlegt wurden, im Kern aber wieder an ihre Stelle sollen.

Der Ausschnitt schon ein Meisterwerk an sich. Ich wollte die Stabilität der Sicken erhalten und das Blech so nah wie möglich an den Rahmen anschmiegen. Ergebnis dann so:

Die nun quasi übrigen Holme der ehemaligen Bleche sind jetzt für andere tragende Rollen bestimmt. Mein Arbeitsplatz an der Sonne auf dem halb zerschnittenen Düdo hat auch nur Vorteile. Weniger Staub in der Halle und von den Schleifgeräuschen haben auch die Nachbarn noch was.

Die vier stabilen Eckpfeiler wurden dann an ihre neue Position gesetzt. 155cm hoch und mit knapp 3mm Wandstärke echte Säulen für den Aufbau.

Im vorderen Bereich habe ich die ehemaligen Ecken der vorderen Wand als zusätzliche Stabilität stehen lassen. Durchgehende Nähte würden zu viel Verzug bedeuten, die Hefter halten auch so mehrere Tonnen.

Hinten bei den frei stehenden Ecken gab es 5mm starke Winkeleisen zur Unterstützung die ihre Position für die nächsten Jahre nicht verlassen werden. Eine abnehmbare Kabine ist also ausgeschlossen.

Besagter Winkel ist auch schon zuvor in anderer Position als Trennwand an der Pritsche gewesen. Recycling um nun mehr Kraft auf den vorderen Rahmen zu bringen. Durch eine Aussparung an der Innenseite hat der T-Träger hier nur noch L-Form und doch einiges an Verwindung bei Krafteinwirkung zugelassen. So jetzt Bombenfest.

Aus den etwas dünneren Oberkanten der alten Bordwände wollte ich die oberen Holme des Aufbaus entstehen lassen. Nach dem Aufschneiden kam jedoch so viel Rost in Bröckchen heraus, dass ich diese tragende Funktion so nicht guten Gewissens absegnen kann.

Auch das Argon ging durch schon einige Meter an Nähten zur Neige und so wurde ein Ausflug zur Materialbeschaffung dazwischen geschoben. Chagas in Portimao der Stahlhändler hier im Revier. Hier darf jeder einfach so in die Werkhalle und auch ablängen muss man sich seine Rohre selbst.

Fix durchgerechnet gab es schnell mal 24 laufende Meter Material zu 45 Kilo und 65,-€

Weiter ging es mit Wärme und Licht und die Dimensionen meiner Planung nehmen langsam Formen an. Der Alkoven auf 150x220cm noch eine grazile Angelegenheit. Die Seitenbleche nun auch schon (obwohl hängend) an ihrem zukünftigen Platz. Lutzi hier in Action, ich kann mir keine bessere Schweißerin vorstellen die mich versteht und Bock auf das Projekt hat. Ich arbeite ihr zu, schleife frei, länge ab und bereite vor was geht, die ist für den Hauptakt der Vorstellung zuständig und hat meine volle Bewunderung, das Ergebnis perfekt. Frau vom Fach.

Und es gab so einiges zur Vorbereitung… Knotenbleche und Traversen auf Gehrung, passgenaue Aussparungen und weitere Feinheiten, da Metall zwar vieles ermöglicht… aber doch Grenzen hat.

Und so dann im Einsatz. Klein, leicht und effektiv. Knotenbleche zur Nahtverstärkung und eine Stütze erklärt sich von selbst. Langsam nimmt das ganze Teil Gestalt an. Anfängliche Startprobleme mit Stromausfällen und besagtem Materialproblem wurden schnell mit guter Laune und Vorfreude ausgeglichen.

Verstärkt wurden auch diese Dinger hier, mal wieder recycling und welche Funktion sie in Zukunft haben werden wird im nächsten Beitrag erklärt. Das Kleine auf jeden Fall erstmal in das Große und dann verbraten, Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

5 Gedanken zu “Projekt Pritsche Teil 4 – Der Rahmen

  1. Lutzi schreibt:

    Schon das die Jungs in chinecato erwähnt hast und mich nicht was die meiste Arbeit an Konstruktion und schweißen deines Rahmen gemacht hat. Grüße lutzi

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    • mb407 schreibt:

      Also ich war der Meinung dass du als Göttin des TIG erwähnt wurdest. Mehrere Fotos und auch in der Dia Show, mir wurde schon nachgesagt wir hätten was dank meiner Schwärmerei für deine Arbeit. Ich Check das nochmal.
      Ps, gerne auch mit Kontaktdaten falls mal wer da unten was braucht.
      Pps, zutiefst dankbar mit mir zusammen diesen Traum realisiert zu haben.

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  2. Lucy Schnee schreibt:

    Herzlichen Dank für den Beitrag über die metallische Konstruktion der Pritsche! Mein Onkel möchte seine Pritsche von Innen ausbauen lassen. Ich frage mich, wie genau das ablaufen würde. Gerne würde ich bei den Innenausbau-Arbeiten ein bisschen über die Schulter schauen.

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