Schwarzwald mal wieder, ich liebe es.

Von meinem kalten Zwischenstop in Nürnberg aus ging es diesmal weiter in südwest Richtung quer durchs Frankenland. Ich habe einen Guten Tag erwischt, die Sonne zeigt sich ab und an, nachts aber unter dem Gefrierpunkt, also weg hier. Einsame Landstraßen, so mag ich den road trip.

Ich hab da in einem Dorf nen Termin ausgemacht um ein Männerspielzeug zu begutachten. Nachdem das erste besichtigte gestern in keinem guten Zustand war hat mich der Anblick von dem hier begeistert und die Auflistung der technischen Wartung überzeugt. Der neue Begleiter auf dem Anhänger heißt GasGas und soll Freude bringen und nicht weitere Basteleien.

Eine Trial Maschine mit knapp 330ccm als Zweitakter, echt ne Granate und handlich wie Sau. Mit einem Gewicht unter meiner Körpermasse und idealen Abmaßen für den Anhänger parallel zur Schwalbe das Dream-Team im Schlepp. Jetzt bin ich glücklich, gut ausgestattet und auch die Reisekasse stimmt noch. Ich bin gespannt auf die ersten Fahrten, Geschicklichkeit und Präzision… irgendwann kann ich die ohne Rampe da oben einparken… mit Anlauf.

Es dämmert und mein Ziel ist heute mal wieder ein guter Kumpel im Schwarzwald, eigentlich immer sowas wie erste und letzte Station in der Heimat. Der letzte Besuch im Frühling ließ die Gegend erwachen, diesmal ist noch mehr Schnee angesagt, ich will also nicht unterwegs stranden und ziehe die 200km bis zum Abend durch. Der Bus parkt auf dem Hof und dank Kabel von drinnen gibt es Saft für meinem Frostwächter. Echt unglaublich wie angenehm es auch mit wenig Strom im gut isolierten Bus wird. Die Frontscheiben mit den passenden Alumatten verhangen und zum richtig einheizen am Morgen das Frühstück halt aus dem Ofen. Meine selbst geernteten Kürbisse in der Schale gegart und die Kerne als Reisesnack geröstet. Bio vom Erzeuger bis zur Verarbeitung.

Vielen Selbstversorgern hängt Kürbis grad zum Halse raus, Vielseitig ist es aber als Püree oder Suppe, vielleicht als Streifen wie Pommes frittiert… oder zum backen und >Kartoffel<puffer gerieben verarbeiten. Was sonst damit anzustellen ist: Frühstück mit Obst im Mixer.

Es fühlt sich hier schon an wie Urlaub und ich beschließe noch ne Nacht zu bleiben um den ganzen Tag genießen zu können. Das Wetter perfekt und mit Unterhose und doppeltem Pulli raus in den Wald. Der Schnee liegt noch und Atlas hat seine wahre Freude am rumtoben. Idyllisch ist es schon, muss man ja zugeben.

Bei ihm hat sich wohl ne Menge Energie vom Rumsitzen angestaut, es gibt nur Rennen auf den schmalen Wegen. Überall schnüffeln und als wenn er mich animieren wollte immer um mich herum. Neben Strand ist Wald also sein zweitliebster Spielplatz. Kann ich verstehen.

Die Anwohner haben schon gut für die harten Winter vorgesorgt. Überall aufgeschichtete Holzmieten. Nett anzusehen und fotogen.

Ich finde über dem Ort am Waldesrand eine Bank in der Sonne und kann die Zeit dort sitzend echt genießen und mir Gedanken über die kommende Route machen. Der Bus ist gut vorbereitet und braucht heute keine Pflege. Morgen früh geht es auf nach Frankreich. Zwei Optionen von der eine sofort steil über die Berge führt, der andere sich aber länger im Schwarzwald aufhält, ich wähle letztere und sehe eine Winterlandschaft in allen Variationen. Die Straßenrandmarkierungen für Schneeverwehungen schon 2m hoch, die Tannen schwer von Schnee behangen, alle Geräusche dumpf und leise… ich ann mir den Winter schon gut genug vorstellen. Leider hab ich_s Fotografieren vergessen, nur dieses Bild als Ausbeute.

Der obligatorisch letzte Zwischenstop in Freiburg beim Sport, bevor es frisch geduscht über die Grenze geht, denkste… die renovieren grad und Wasser gibt’s nur kalt aus de Hahn. Vanlife wie gewohnt… also wieder Schüssel und Lappen heute Abend. Ich will noch gut Strecke machen und habe echt keinen Bock mehr zu frieren. Die Sicht durch die Frontscheibe zeigt mir Leute mit Pulli Schal und Winterjacke… hier innen sieht es unwesentlich besser aus. Aus Bequemlichkeit Jogginghose, der Kälte wegen ne Unterhose drunter und dicke Socken. Atlas sein Reserve Fell gegen die Fußkälte. dicker Pulli drüber und Mütze bleibt auch auf dem Kopf. Heizung hab ich zwar, aber hey, der Bus ist Ü40 und an so einigen Stellen zugig undicht.`

Auf der Autobahn nach Mühlhausen in den verkommen gelassen wirkenden Elsass. Schnell weiter und >mautfrei< ins Navi gehackt fahre ich bis in die Dunkelheit. Vorbei an Bisanz und damit schon südlicher als Dijon. Die Ausläufer der Vogesen muss ich hinter mir lassen und hoffe auf milderes Klima bei Dole. Ich suche am Abend eine altbekannte Stelle am Ufer der Doubs auf, einem der schönsten Flüsse unweit hinter der Grenze, falls mal jemand "Ausland" erkunden mag und nicht viel Zeit hat. Abparken, Abendsnack und ab ins Bett. war ein langer Tag mit über 400km heute.

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