Good old Germany.

Heimat und immer noch 700Kilometer von dem entfernt, was ich außerhalb des MB407 als Zuhause bezeichne. Der Stop in Freiburg hat nur einen Hintergrund. Ich brauch ne Dusche und muss langsam wieder anfangen die müden Knochen zu bewegen. Es gab sogar Muskelkater vom Lenken im Rücken… Eine große Fitnesskette sammelt nun wieder monatlich Geld von mir und gibt bundesweit Gegenleistung in Form von Obdach und Geräten sowie ner heißen Dusche… und die ist seit Monaten mal wieder ein Erlebnis. Ohne Eimer und im Stehen kommt in geregelter Temperatur stetig Wasser von oben, eine bahnbrechende Erfindung nach den etlichen Hamamms.

Ich lasse es mir dort auch eine Weile gut gehen und genieße mein gekochtes Abendessen auf dem Parkplatz in die Dunkelheit hinein. Bei Nacht fahren geh in Europa nun auch wieder, da Straßen markiert und alle anderen Verkehrsteilnehmer mit Licht ausgestattet sind, Wahnsinn. Ich will heute noch den schwäbischen Wohlstand einsammeln und habe da so meine Quellen die abends einfach ruhiger abzufahren sind. Die Beute übersteigt alle Vorstellungen und nur ein Bruchteil schafft es in Kisten auf den Boden im Bus. Mein Platzangebot muss also auf den letzten Etappen drastisch eingeschränkt werden. Aber dafür haben wir genügend Trockenfutter und nützliches Zeug wie Brühwürfel, gute Öle, und Käse. Müsli und haufenweise Milchprodukte und Käse. Ich kann es gar nicht alles notieren, guck:

Der Schwarzwald ist uns ein sehr angenehmes Fleckchen Land und Christie neidisch dass ich hier etwas Zeit verbringen kann. Ich schaue bei nem Kumpel vorbei, wo ich mich um ein paar Kleinigkeiten am Bus kümmern kann und mal Erholung nach den letzten Tagen genieße. Die Umgebung traumhaft und immer wieder einzigartig.

Natürlich bedeutet der Wald auch Steigungen bis auf 1000Höhenmeter, in der Ruhe liegt die Kraft und irgendwann in den Wolken. Auch dieses neblig trübe geheimnisvolle, was die Bäume vermoost und die Stimmung erst schwarzwäldisch macht muss aufs Bild.

Doch nach zwei Nächten ist die ideale Zeit zum Aufbruch angekommen. Deutschland bietet super ausgebaute gratis Autobahnen und das einzge Manko sind die LKW, die am heutigen Sonntag zum Glück Fahrverbot haben. Rechte Spur mit dann auch gerne mal 70km/h also meins… So schaffe ich sogar einen weiteren Rekord einzustellen. Knapp 600Kilometer sind bei konstanter Fahrweise und regelmäßigen Pausen trotzdem eine 12stündige Gewaltetappe. Die letzten 100km aber nur doch nochmal angegriffen, da mein Plan A der Übernachtung sich doch nicht erfüllte.

Es also über Nürnberg und die A9 samt Bindlacher Berg und weiteren Steigungen in Thüringen nicht immer zügig voran. In Sachsen wollte ich eine Therme besuchen war aber mit den Konditionen nicht zufrieden und zog mal wieder den alt bewährten und ruhigen Elbe Schlafplatz bei Vockerode vor. Ein letzter Morgen in der wahren Natur, tolles Plätzchen immer wieder und nun nur noch 100km von Berlin entfernt.

Die Nacht war kalt und Raureif legt sich auf Wiese und Gespann nieder. Doch schnell ermöglichen die ersten Sonnenstrahlen den besten Ausblick auf die Elbe.

Das Titelpanorama ist auch hier entstanden, echt hübsch anzusehen, vor allem wenn man solche Natur schon ne Weile vermisst hat. Letztes Bild, versprochen;

Ich kann so langsam anfangen gute Freunde zu besuchen und auch deren Neuigkeiten sammeln, die nicht in blogs niedergeschrieben sind. So mache ich halt in Brandenburg Stadt und geniesse einen gemütlichen fast schon sommerlichen Grill-Pizza Nachmittag im Garten. Die Sonne lacht und der März überstigt all meine Erwartungen. Ich muss zwar von nem harten Winter hören, hoffe aber der ist nun vorbei und kommt mir in meinen Vorhabungen die nächsten Wochen nicht in die Quere. Die letzte Etappe vor Berlin aber heute auch nur ne kurze. Ich brauche nun unbedingt Entspannung und eine Belohnung für den Durchmarsch in die Heimat. Die Kristalltherme zum Abendtarif lässt keine Wünsche offen und ich fühle mich nun wirklich angekommen.

Die letzte Nacht verbringe ich dort lieber auf dem Parkplatz, nach vier Saunagängen und gut gegessen kann ich glücklich und zufrieden das erlebte im Kopf durchgehen. Ein toller Winter geht zu Ende und wird hoffentlich weiterhin vom perfekten Frühling abgelöst. Ab Morgen beginnt mein Alltag, ich schaue in der Garage vorbei und muss Dinge organisieren und Pläne durchziehen. Doch unterwegs haben auch schon Pläne für die nächste große Fahrt Form angenommen und lassen mich freudig und zügig meine Notwendigkeiten angehen.

Nach der Tour ist vor der Tour und ich werde natürlich berichten.

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