Route to Tafraoute im Anti-Atlas

Wir verlassen einen Teil der Truppe an der Quelle. Team Schoko steckt noch in den Lackierarbeiten und hat genügend Verstärkung. Wir machen uns schonmal auf den Weg zum nächsten Ziel und haben keine Eile.

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Das schönste Gebirge in Marokko liegt vor uns. Wir versuchen den kürzesten Weg und damit eine andere Route nach Tafraoute zu finden als im letzten Jahr. Doch dieses Vorhaben scheitert wenige Kilometer hinter Fask, als die angepeilte Piste in einen Eselpfad steil an einer Schlucht übergeht und damit für uns endet. Mit nem PickUp sicherlich möglich lassen wir lieber weitere Experimente und nehmen den Umweg über Guelmim auf uns. Tolle Aussichten jedoch und mal wieder ein grünes Tal in sonst karger Gegend.

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So langsam beginnt um uns herum wieder Vegetation zu wachsen, neben den üblichen Büschen und Sträuchern gibt es die ersten Arganien oder Arganbäume zu sehen. Sehr robustes, stacheliges und verknöchertes Gewächs. Die hellen Früchte hier nur noch an den unerreichbaren Stellen werden zur Arganölproduktion genutzt.

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Wir machen Halt in der Ortschaft Bouizakarne und snacken uns fit für die Weiterfahrt. Der Umweg hat ne Stunde gekostet und die Zen Snail will heute wirklich keine Piste mehr fahren und nimmt erneut einen Umweg über Tiznit. Wir treffen uns am Ziel und fahren in Begleitung von Olli in der Feuerwehr über Ifrane d’Anti Atlas eine sehr schmale aber durchgehende Asphaltpiste durch kleine Dörfer und unberührte Natur dazwischen. Die letzten Kilometer von Westen Richtung Tafraoute dann wie schon bekannt ein Paradies an Kurven und hügeliger Achterbahn. Der Sonnenuntergang greifbar aber das Ziel, die Blauen Felsen wollen wir heute noch erreichen. Die letzten Meter über die Piste vor der schönsten Region in Marokko dann in völliger Dunkelheit, zum Glück kennen wir den Weg und lassen uns Morgen früh von der Umgebung wecken und überraschen.

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So war es auch ein traumhafter erster Anblick und der Stellplatz für die Nacht eher zweckdienlich und trotzdem sehenswert direkt neben dem kleinen Brunnen an der Plantage. Wasser filtern und Waschtag, da spare ich mir jeden Meter Fußweg bei den Mengen die heute gebraucht werden.

Während die Wäsche in der Sonne trocknet und wir uns über die Aussichten freuen hat Mike schon wieder Spaß mit dem Moped und erkundet die Felsen ohne Skrupel. Auf dem Foto hier sind nicht nur blaue und rosa Felsen zu sehen, sondern bei genauem Hinsehen auch eine pink Chaly zu entdecken.

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Im Bereich um die Steine stehen wir üblich so einige Wohnmobile oder eher Busse und LKW wie unsere auf der Freifläche zwischen den Büschen verstreut. Der Platz ein Paradies der Abgeschiedenheit und malerischer geht es kaum. Wir ziehen nach getaner Arbeit auch auf einen ruhigeren Platz um und warten dort auf die Ankunft der Nachzügler am kommenden Tage. Die untergehende Sonne kann ihre Farbspiele für die die Gegend so berühmt ist nur bedingt entfalten, Wolken haben sich an den umliegenden Bergen gesammelt und sollen wohl auch ein paar Tage dort bleiben. Der rote Farbtupfer heute also mal fotogen von Mercedes im Kleid eines 613 in die Landschaft gesetzt. Tafraoute wie man es lieben muss.

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Es windet am nächsten Tag stark und die Wolken verdichten sich, es soll auch Regen kommen, ein Tag zum Gammeln und im Bus bleiben. Der Ofen muss seit Wochen ungenutzt mal wieder angefeuert werden und >home sweet home< bleiben wir heute mal zuhause.

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