Todra Schlucht – mit Video – KW2 2017

Die berühmte Schlucht im südlichen HohenAtlas ein Paradies für Kletterer. Wir waren im letzten Jahr schon hier und hatten Freude, damals aber 5-8Wochen später. Es ist nun definitiv keine Saison und wir haben kaum Gesellschaft anderer Reisender. Was die umliegenden Händler natürlich alle zu uns führt. Hauptsächlich geht es wieder nur um das Eine… Tauschen.

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Unsere Tage verbringen wir zunächst mit Klettern und haben einen Großteil der Gruppe bei der sportlichen Aktivität in schwindliger Höhe dabei. Genügend Ausrüstung lassen uns zusammen ne Menge Spaß haben.

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Mit noch mehr Fotos “Mensch an Stein” will ich nicht nerven, es gibt hier unendlich viele, schöne und griffige Routen. Raue Finger und schwere Knochen in den nächsten Tagen sind die Folgen.
Zur Abwechslung haben einige von uns mal nen Fahrradausflug die Schlucht hinauf bis zum Ende gemacht. Tamtatouchte liegt als Ort und Tor zum Hohen Atlas knapp 20km den Berg hinauf. Es war etwas Arbeit aber die wurde mit tollen Ansichten belohnt.

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Und wie überall gibt es natürlich zerfallene und verlassene Kasbahs zu entdecken.
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Der Weg wieder runter zur Gorge du Todra dann eine Abfahrt mit seitlich immer steiler aufragenden Felsen. Knapp 400Höhenmeter Unterschied machen sich so erst bemerkbar. Ein kleines Video davon um das Gefühl für die Gegend zu bekommen.

Die Nächte waren kühl und manchmal auch windig, die Aussicht auf die Sterne mal wieder unbeschreiblich. Der Mond ging recht spät über den Bergkuppen auf, erhellte die Szenerie dann erneut auf besondere Art.

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Der Parkplatz für uns der ideale Ort, Wasser vor der Nase (Wäsche waschen) und eine gute Sicht aufs Camp beim Klettern. Manchmal gab es auch Besucher, eine pöbelnde Horde reicher älterer Holländer bei einer Art Rallye war das Negativbeispiel. Idioten gibt es überall. Viel interessanter war die Geschichte von diesem Kulturgut. Über Tunesien und Algerien mit Rückfahrt nach Valencia, weil die Grenze nach MArokko geschlossen ist hatte der Trabbi schon mehr auf der Uhr als wir. Dachzelt und Klaufix im Schlepp, stilecht und gut gepflegt. Go Trabbi go.

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Ein deutscher Kletterer als Einzelgänger fand auch noch den Weg zu uns und hatte mehr Erfahrung und Kenntnis der Routen oben in den Bergen. Einen Exkurs an die Routen mit Aussicht konnten wir also nicht ablehnen. Tolle Aussicht, wenn man jetzt noch 25m dazurechnet, die von dort gen Himmel geklettert wurde… Zu Bedenken immer, dass wir ein 50m Seil unser Eigen nennen, sollte wohl doch mal auf 70m aufgestockt werden. Ein paar Zentimeter länger wäre hier schon toll.

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Von hier sieht man gut den Parkplatz vor der Schlucht und auch die grünen Felder jenseits des Flußes. Die ebene Wand dort ist tagsüber in voller Sonne zu beklettern. Und der Weg rechts im Bild ist der Einstieg zu einer schönen Wanderung um den westlichen Gipfel der Schlucht.

Diese Wanderung habe ich mir am Abfahrtstag kurz nach Sonnenaufgang vorgenommen. Haben wir im letzten Jahr schon in knapp 4Stunden durchgeführt. Es konnte sich niemand anderes dafür begeistern, also musste Atlas mal länger Gassi. Der Aufstieg zum Glück noch kühl im Schatten, warm wurde es von Innen. Die Route ist sogar auf maps.me zu verfolgen und im Scheitelpunkt oben auf dem Berg gibt es ein kleines Dorf aus dem die Frauen tagsüber immer mit Eseln runter zum Wasser holen und Wäsche waschen kommen.

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Wer genau hinschaut kann die Steinwälle und Höhleneingänge sehen. Ein Haufen Schafe und Ziegen in der Umgebung, diese Menschen sind wohl keine Vegetarier. Ein großes braunes Zelt vor dem “Dorfplatz” ist schon Anzeichen für seßhafte Nomaden. Die Behausungen haben wir letztes Jahr auch schon bemerkt. Ganz oben angelangt dann das volle Gebirgspanorama.

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Der Abstieg auf der Sonnenseite dann eine Freude. Der Blick auf die Oase südlich der Schlucht dann sowas wie Halbzeit. Nur noch über den Fluß, durch die Gärten und entlang der Straße durch die Schlucht zum Camp.

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Danach gab’s Frühstück, Packen und Abfahrt. In der Schlucht zwischen den Händlern an der Quelle Trinkwasser bunkern und hinab ins Tal mit Fotostop über das immer breiter werdende palmenbewachsene Tal.

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Die Straße schlängelt sich wieder bis Tingehir, wo auf dem Souk Besorgungen erledigt werden und der Rest der Truppe auch nochmal das Hamamm besucht.

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Gegen Abend geht es dann weiter nach Boumalne wo ein Schlafplatz im letzten Jahr auserspäht wurde. Ortseingang hinter der Tanke rechts abbiegen und vor dem Hotel mit Camping am Plateau mit Blick auf die Stadt Internet geniessen und Ruhe haben. Gute Nacht.

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