Grand dune de Merzouga Kilometer 5468

Die Wüste vor der Tür und eigentlich dauerhaft Sand im Bus fasse ich nun mal die vergangenen Tage zusammen. Es war ein Spaß und in der Summe ruhiger als erwartet. Wir hatten zwar immer mal wieder Besuch von Einheimischen, die aber schnell merkten, dass es bei uns nicht viel zu holen gibt… ausser Alkohol. Und so machten wir ordentlich Geschäfte und wurden einiges an Bier und Wein los. Auch etwas Zeug aus der Grabbelkiste mit Technik wechselte den Besitzer. Die Kunstgegenstände und Fossilien sowie traditionelle Kleidung im Gegenzug war aber nicht unser Interesse und nur Dirham zählten.

Wir waren auch gut mit Lebensmitteln ausgestattet und hatten in Merzouga nochmal Wasser gebunkert, genügend Strom zum Filtern (Osmosepumpe) und damit alles was wir brauchen für die nächsten Tage. Wärme nachts war noch ein Thema, wie zur Zeit überall in Marokko wird es abends kühl und wir hatten zum Glück auf dem Weg hier runter ordentlich Feuerholz gesammelt. So gönnten wir uns also den Luxus eines Lagerfeuers und hatten mal wieder ne angenehme Zeit vor toller Kulisse mit langsam zunehmendem Mond und der Silhoutte der Dünen um uns herum.

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An einem Tag vertrieben wir uns die Zeit mir der Idee mal durch ne Wüste zu wandern. Gut ausgestattet mit Sonnenschutz und genügend Wasser wollten wir eine Oase suchen, die per google maps und GPS Daten auserkoren wurde. Der Weg führte natürlich über die höchste Düne, soll ja auch authentisch sein.

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Wir trafen unterwegs Vierbeiner mit besseren Sohlen, die sanken nicht annähernd so tief in den teils weichen Sand. Wir alle waren barfuss unterwegs und hatten nach wenigen Kilometern schon Muskeln angeregt die sonst seltener zum Einsatz kommen.

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Die Oase war dann wie alles hier eine weitere Touriattraktion und etliche Camps und Hütten reihten sich zwischen die wenigen Bäume. Schattenspender im Sommer aber immer gut.

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Der Marsch war eine tolle Erfahrung, wenn auch nicht alle mit so sportlichen Ambitionen die vollen 15km durch den Sand wanderten. Andere genossen eher die Aussicht wie auf dem Titelbild.

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Etwas hatte noch die Aufmerksamkeit der Motorafinen Teilnehmer dieser Gruppe auf sich gezogen. Die unendlich vielen Spuren im Sand von 4×4, Quad und Crossbikes. Wir hatten schon einige Fahrzeuge auf ihrer Fahrt durch die Dünen erstaunt verfolgt und unser nächstes Abenteuer steht fest, wir holen die bikes vom Anhänger.

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Eine weitere Überraschung dann bei der Rückkehr. Das Camp hatte sich um drei Fahrzeuge vergrößert. Ein Düdo aus dem Forum, ein Kurzhauber auf dem Weg nach Südafrika und ein 450tkm gefahrener LandRover im Erstbesitz mit Dachzelt machten das Abendessen zu einer Tafelveranstaltung. Viele Geschichten und wie immer die selbe Richtung, man sieht sich.
Das gelungene Foto des Camps nach dem zu Bett gehen ist in dunkler Nacht geschossen worden.

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Wir hatten am nächsten Tage massig Spaß im Sandkasten. Die Moppeds sind zwar nicht mit den gröbsten Reifen ausgestattet, aber wenn man immer im Schwung bleibt und sonst die nicht ganz durchwühlten Fahrspuren sucht geht es auch über die Dünen. Die Exkursion setzte aber ordentliche Kondition voraus und es ist eine Quälerei für Mensch und Maschine. Bis zum Gipfel der großen Düne schafften wir es aber mangels Leistung nicht. Trotzdem ein tolles Gefühl und wohl vergleichbar mit einem Jetski auf Wasser.

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Wir gingen es aber auch mal gemütlicher an und machten einen Gruppenausflug nach Taouz. Dort endet die Teerstraße… kein Wunder. Selbst im Ort ist schon nix ausser Wüste. Das sehenswerteste noch der Fußballplatz. Wenn auch verwaist immerhin mit Umrandung und blau gepinseltem Tor.

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Die Moppedgang hier hinter den letzten Häusern und Mauern der Kaserne, der Friedhof mit den typischen Steingräbern nebenan. Blick nach Vorne ist Westen und würde mit nem Allrad auch gen M’hamid gehen. Diese Route nehmen sich evtl. die Offroader von gestern Abend vor.

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Auf dem Rückweg dann gähnende Leere auf der Straße. 20km bis Merzouga und 12davon konnte ich auf der Gegenfahrbahn absolvieren. Andere Dummheiten wurden natürlich auch ausprobiert.

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Einen Stop gab es noch zwischendurch, eine ausgetrocknete Flachebene die sonst wohl Wasser führt. See würde ich es nicht nennen, aber der Boden ist eben und hart. Driftbar mit den Moppeds zu befahren und ein Spaß.

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Die Wüste und Umgebung war also für einige Tage unsere Basis. Merzouga genügt auch für kleinere Einkäufe wie Brot und Gemüse. Der erwartete Touristenandrang blieb bis auf die Camptouristen auf den Kamelen aus und selbst wenn, Stellplätze gäbe es hier zwischen den Dünen genug. Für uns heißt es mal wieder weiter ziehen. Raus aus der Sackgasse zurück nach Rissani zum Souk.

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