El Chorro Kletterwand, Tage 52 – 53

Wir standen also noch eine zweite Nacht “unten” und zogen erst am nächsten Morgen um auf den perfekten Platz an der nördlichen Kletterwand. Der Anhänger wäre bei der steilen Zufahrt nur Ballast und wir nehmen die SP runter um mobil zu sein und lassen den Rest einfach hier stehen.

Die Auffahrt für beide Busse langsam aber stetig machbar. Was Größeres passt aber definitiv nicht die Pfade entlang. Wir befinden uns direkt im Paraje National aber sind nicht die Einzigen die hier mit dem Auto zum Klettern fahren. Der ebene Stellplatz befindet sich in einer weitläufigen Haarnadelkurve und ist auf einigen Karten als Aussichtspunkt gekennzeichnet. Echt toller Blick von hier oben und wir machen uns ans Feuerholz sammeln. Heute steht noch Wandern auf dem Plan und wir wollen den Sendiero Sierra de Huma in unter 4 Stunden schaffen. Der Einstieg weitere 2km oben wird motorisiert in Angriff genommen.

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Das Wetter nach der prallen Sonne gestern schon fast eine Enttäuschung. Für unser Vorhaben aber echt spannend, den Gipfel des Berges kann man nicht sehen, ist in Wolken versteckt. Wir wollen ja auch nicht hoch, sondern einmal herum.

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Der Weg ist nicht besonders gut gekennzeichnet und wir überqueren eine matschige Passage, die uns plötzlich und offensichtlich aus der Zivilisation reißt. Wer bitte kann sich an die letzten total versauten Schuhe erinnern?

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Die Nordseite dann vollkommen ohne Sonne und die Wolke direkt bei uns.
Abenteuer.

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Etwas weiter klart es auf und man kann den Blick auf die Stauseen im Norden der Gegend genießen, Halbzeit also und der Rückweg sicherlich einfacher… dachten wir. Die Kennzeichnung der wir folgten war der Große Wanderweg Malage-irgendwo und sollte uns hinab in die falsche Richtung führen. Dank GPS-Position der bikes und dem Foto vom Einstieg fanden wir einen kleinen Pfad mit Pfeil gekennzeichnet der uns zwar immer mal wieder verloren ging, aber über eine Kuppe des Berges in gewünschte Richtung führte.

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Es wurde fast noch eine Kletterpartie und wir waren von Steinböcken und Adlern umgeben, Natur pur und der Pfad wohl eher selten genutzt, sehr zu empfehlen, wenn man den Überblick behält. Die Aussicht mit Wolken und Bergen doch besonders und der Stausee mit Pumpstation oben auf dem Berg nebenan ist erst von hier oben zu erkennen.

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Wir freuten uns alle die Umrundung doch in unter 4Stunden geschafft zu haben und rasteten den restlichen Tag, sammelten später noch mehr Holz und beobachteten einen verfrühten Sonnenuntergang.

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Anschließend genossen wir den restlichen Abend bei Lagerfeuer mit allem was Romantik in der einsamen Natur so zu bieten hat. Nur Sterne sah man wegen der Wolken wenige.

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Am nächsten Morgen hatte sich der Wind der in der Nacht aufzog noch nicht gelegt. Das erste Foto des Tages war eine Mission. Sonnenaufgang knipsen vom Feldvorsprung direkt über unseren Köpfen. Atlas freut sich über die Aussicht. Toller Stellplatz.

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Der Weg dahin anstrengend aufwärts. Hell war es schon, die Sonne hing noch über den benachbarten Hügeln, der Tag erwachte in der Natur erst allmählich. Ich störte eine Herde Steinböcke oder ähnlich agile Kletterer beim ausruhen. Sehr scheu waren sie nicht, oder kapierten schnell, dass der Vierbeiner in Begleitung nicht fliegen kann.

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Es war sehr hübsch anzusehen und noch gab es niemanden weit und breit. Adler kreisen schon über den Klippen und wäre der Wind nicht schlimm auch sicherlich geräuschlos hier oben.

Die Planung für heute sieht keinen Ortswechsel vor, wir haben also alle Zeit uns auf die erste Kletterei zu begeben. Der Spot an der arabischen Treppe sehr begehrt und die Wand beginnt zum Leben zu erwachen. Erstaunlich, wie viele Menschen hier der Faszination rock climbing nachgehen. Der Wind macht es spannend und schnell vergeht die Zeit. Zum Glück haben wir die kürzeste Anreise und sind zum Essen zuhause.
Der Nachmittag bringt für die Jungs ne Runde auf den Mopeds. Die Gegend erkunden, was uns zu einer Offroadfahrt durch den Wald bringt. Mike auf der Honda Chaly (ähnlich Dax) echt gut dabei.

neutral race…

Irgendwie schaffen wir es runter in den Ort El Chorro. Von Touribussen gut frequentiert geht es für die meisten Besucher zur Schlucht. Wir passieren diese auch auf der kleinen gewundenen Straße die wir im letzten Jahr schon mit dem Konvoi nahmen. Heute geht es zum mysteriösen See auf dem gegenüber liegenden Hügel. Bombasto zeigt der Wegweiser und der Weg dort hin erinnert mich an Serpentinen im Harz. Ideale Spielwiese und immer kräftig bergauf. Die Aussicht dann unglaublich und höher als unser Stellplatz, der auf der anderen Seite mit wahnsinns Übersicht der El Chorro Felsen zu sehen ist.

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Weiter oben im Bild sieht man wieder den Gipfel in Wolken, den wir bei der Wanderung umrundeten. Die heutige Challenge kann nur zwei freigelassenen Männerköpfen entsprungen sein. Wir machen ein “neutral race” den Berg hinunter. Heißt die Moppeds bleiben aus und wir rollen so weit wie möglich.
Die GoPro war dabei und hat den Le Mans Start sowie einige waghalsige Überholmanöver aufgezeichnet, die Mädels schüttelten später nur ihre Köpfe, es war ein riesen Spaß und endete unentschieden. Wir sind also heile wieder angekommen und hatten am Nachmittag zur Abwechslung mal wieder klettern auf der Liste. Das letzte Mal, morgen soll’s weiter gehen. DAs letzte Foto vom Aufstieg zur beliebtesten Kletterwand.

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