Tag 19 und 20, Kilometer 2280

Selbe Stelle, keine Welle, Tag 19, Kilometer 2145

Die einzige Änderung war aufziehender Regen in der Nacht… ich mag das Geräusch auf dem Dach nicht, Hund war auch quengelich und musste mal, unruhige Nacht. Das Wochenende naht und einige Surfer fanden ihren Weg hier raus, waren aber nicht erfreut und fuhren größtenteils wieder ab.
Gleiches Schicksal auch für uns, wir ziehen heute weiter, erstmal um die Lagune herum zum “Bürotag” gibt viel nachzuholen, Internet benötigt.

Also wieder nach Ares, durch den endlos scheinenden Küstenwald. Doch die Verbindung dort ließ zu wünschen übrig. Aber wir konnten kurz planen. Christie fliegt Morgen ab Bordeaux, immerhin 40km östlich und anscheinend keine Busverbindung am Sonntag. Ich muss wohl oder übel also mit dem großen Grünen den Chauffeur spielen. Können wir uns auch dort nen anderes WiFi suchen.

Und wir wurden fündig, direkt am Straßenrand vorm Autoschalter der Burgerbude Kontakt… wäre heute auch sehr nervig zwischen den fettleibigen Massen und tobenden Kindern ne Weile auszuhalten. Falls jemand ne optimalere Lösung für gratis WiFi hat, gerne her damit.
Aber wie gesagt, kuschelig im Bus und nebenbei was anständiges Essen, gute Musik hören und bis zum Abend einfach hier verweilen. Ihr Flug geht Morgen früh, müssen also nur noch einen ruhigen Schlafplatz suchen. Ereignisloser Tag, sowas gehört auch zum nomadischen Leben.

Flughafen Bordeaux, Tag 20, Kilometer 2280

vor gerade mal drei Wochen gestartet und schon wieder heim… naja, wir hätten den Start auch bis nach Christies Termin verschieben können, aber solange es per Bus oder Flug so günstig durch Europa geht. Aus Umweltsicht natürlich voll für’n Arsch, aber 80,-€ für Hin- und Rückflug zusammen, das schlägt dazu noch jede stundenlange Busfahrt. Diese Option auch nicht mal im Voraus gebucht, sondern spontan wie wir sind es drauf ankommen lassen, wo wir zum Zeitpunkt sind.

Ich bin es ja gewohnt immer mal einsame Etappen auf den Reisen zu unternehmen, diesmal sind es aber nur drei Tage und mir bleibt nix anderes übrig als in dieser Region zu bleiben. Ne Küste in der Nähe und genug Kleinigkeiten zu erledigen. PC aufräumen, Bus innen fertigstellen, homepage ausweiten und wahrscheinlich noch mit Bekannten treffen, langweilig wird mir nicht.

Wenn das Thermometer an der Apotheke stimmt haben wir nur 1 grad kurz vor Sonnenaufgang und ich bin also ab jetzt ohne Beifahrerin und fahre wieder direkt nach Westen, diesmal die andere Seite der Lagune angesteuert. Ich nutze die Zeit um an jeder Tonne halt zu machen, Sonntag immerhin, aber die meisten sind frisch geleert. Bei den Bäckern ist noch Betrieb, es findet sich in de Summe aber doch brauchbares, Fleisch für Atlas und Gebäck für mich, später noch Obst, alles was man braucht.

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Und auch wenn nur jeder zehnte Versuch ein Treffer ist, der eine und man hat für ne Weile ausgesorgt. Man, könnte das Knödelteig ergeben.

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Die Orte um die Bucht herum sind schon touristisch, aber auch jetzt nicht verschlafen. Es gibt einige Märkte und ich geh mal spazieren. Zum Glück ist Christie nicht dabei, schont die Reisekasse bei all den regionalen Leckereien.

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Ich lasse mich treiben und halte überall wo es interessant scheint. In Andermos les baines könnte ich das Schwimmbad besuchen, so dringend ist aber die Dusche noh nicht, mal abwarten was die Tage noch auf mich zu kommt. Um die Ecke eine Bücherbox, passend in traumhafter Leseatmosphäre. Meine Beute: die drei Musketiere und les miserables in Originalsprache, mal gucken ob ich was verstehe. Ansonsten Bildung für Marokko.

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Den Hund freut es, so oft anhalten und rumtoben, aber so richtig weiß ich noch nicht wohin. Muss da mal was im Netz checken, da wollte doch jemand auf der Durchreise kurz bei mir anhalten. Der erste ist schon vorbei, das zweite Pärchen im Zeitdruck bis Madrid unterwegs und ein anderer Bus noch zwei Tage entfernt. Passend, dass es grad mit regnen anfängt, dann bleibe ich kurz hier und bastel an der homepage.

Ne Stunde später herrlicher Sonnenschein, die offene Küste nicht weit und nach Gezeitenkalender auch bald wieder einsetzende Flut. Bock auf surfen, wo sonst wenn nicht in Biscarrosse plage, noch 40km entfernt aber sollte den Abstecher wert sein nach der Beschreibung im Internet. Den Weg dahin quer durch die Prärie, nix als ebene Flächen, frisch aufgeforstet. Gelassen läufts. Ab Biscarrosse sind es noch 7Kilometer zum Strand, Wahnsinn wie hügelig und gewunden hier die Straße duch den Wald führt, als wenn jemand den Verlauf der Dünen asphaltiert hat und Pinien angepflanzt hat.

Der Ort für einen Sonntag bei schönem Wetter wie ausgestorben. eine Handvoll Spaziergänger am Strand und … kein einziger Surfer. Von all den ansässigen shops haben nur zwei geöffnet und vermieten Bretter aber ohne Kundschaft. Der O’neil shop ist sogar leer geräumt. Schätze Saison rechnet man hier anders, jetzt wo Wind und Wellen kommen. Der Parkplatz wie leer gefegt, keiner da.

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Naja, ich bin hier, Hab keine andere Option und verbringe die Zeit nützlich mit basteln im Bus. Vielleicht tut sich ja noch was heute. Ich bleibe auf jeden Fall hier und mache meine Runden am Strand.
Der Ofen ist aufgebaut, kommt aber am Abend nicht mehr zum Einsatz, Temperatur angenehm und der Stellplatz ruhig… was will man mehr?

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