Anekdoten über Reisende

Ich will auch mal Geschichten über Menschen erzählen, die wir so unterwegs treffen. Es gibt wirklich massig Gleichgesinnte auf dieser Welt und meist hat man die selben Ziele. Einige von diesen Begegnungen werden hier also immer mal eingebracht.

Diese Beiden trafen wir am Surferstrand von Taghazout nördlich von Agadir. Wir sind mit unserem Bus schon nicht unauffällig, aber ein 4×4 Truck ist immer ein Hingucker. Viele dieser Weltenbummler haben ganz andere Budgets und Ausgangssituationen, so war es auch bei diesem Pärchen in unserem Alter. Er verkaufte seine StartUp Firma und sie als Topmodel wird immer mal irgendwo gebucht und jettet rum wie Christie.

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Im Endeffekt haben wir aber die gleichen Hobbies, Ansichten und Lebensweisen, trafen uns beim Jogging am Strand und saßen abends zusammen am Feuer und tauschten Erfahrungen aus. Sie haben auch ihr Häuschen aufgegeben und nutzen jetzt in den jungen Jahren ihre Leben. Der einzige Unterschied war das Budget der beiden. Ein Reifen von ihrem mittelgroßen Wüstentruck als Vergleichsbeispiel kostete soviel wir unser ganzer Bus, er hat 6 Stück davon dabei… Den Innenausbau haben sie zwar auch selbst gestaltet, sieht aber nach einer hochmodernen Einbauküche mit Schlafgelegenheit aus, jeder Teller hat sein eigenes Fach im Regal etc. Wir verabredeten uns für den Abend und saßen zusammen an unserer Feuertrommel, tranken Wein und den aßen den Fisch, den er am Nachmittag gefangen hatte.


Die Moral von der Geschicht, habe Vorurteile nicht. Reisende unter sich.

Eine weitere kleine Anekdote sind die HippiePunkPolen. Wir trafen uns an den heißen Quellen von Santa Fe bei Granada, ein Mekka für Goa-Freak Überwinterer. Jeden Abend Party und der Olivenhügel hauptsächlich von Franzosen bevölkert. Es stellte sich heraus, dass der Zebra-gestreifte LT schonmal fast unser Nachbar bei Cabo da Gata war, so kam man ins Gespräch. Auch hier verlief der Abend bei Bier und Lagerfeuer mit Geschichten. So hörten wir, wie sich die Lebensweise dieser Truppe abspielt. Wenn der Sommer langsam schwindet machen auch die Polen sich auf den Weg… nach Westen um in Frankreich als Saisonarbeiter Reisegeld zu verdienen. Obsternte oder Weinlese, irgendwas gibt es immer zum Mindestlohn plus einen Platz für die Truppe zum abparken samt Verpflegung und Wasser.

Quasi ein Campingplatz zwischenstop bei work and travel. Die Arbeit ist teils hart und dauert den ganzen Tag… aber wie bei uns das Ziel vor Augen reichen ein zwei Monate um dann weiter im Süden gut über den Winter zu kommen…. Und falls es an Kohle für dem Rückweg in die Heimat mangelt… man muss ja nochmal durch Frankreich oder Deutschland, nur dass bei uns noch weniger in der Landwirtschaft gezahlt wird.

An genau dem selben Ort trafen wir bei der Abreise auf eine Familie im langen Düdo. Holländische Farmer mit zwei Kleinkindern die jetzt bevor die Schule im Wege steht nochmal unterwegs sein wollen. Doch etwas aus der Heimat und vom gewohnten Leben musste mit… drei Hühner fanden Platz in einem Verschlag im Bus mit Klappe nach draussen. Wir sperrten also Atlas mal ein und überließen dem Federvieh das Revier.

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Es werden also noch einige Anekdoten folgen, gerade bei unserem Trip durch Marokko haben wir viele Pärchen oder auch Gruppen mehrfach getroffen. Spätestens dann entscheidet das Schicksal und man hat Zeit zum Austausch. So war es auch mit den Holländern, die wir in der Hippie-Kommune Orgiva wieder trafen, andere Geschichte.

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