Blogarchiv 2.Dezember 2015

Gestapelte Boote und gefühlte Zehntausende von Wohnwagen auf engstem Raum findet man hier westlich der Carmague an jeder Ecke. Dazu noch einige Massenplätze für Mobilheime der nicht ganz so mobilen Form, eher ne Hütte auf zwei Rädern. Das macht mir mit dem Eindruck von Orten wie “Le Grau du Roi” Sorgen, wie es hier zur Hochsaison aussieht.

Bei den Wohnwagenplätzen hat man eher die Vermutung zu Schrottplätzen oder Verwertungsstellen geraten zu sein, so alt sind die Exponate. Vielleicht hat jemand dazu ne Idee?

Wir zogen durch die Region und wollten am nächsten Stück Strand eine weitere Nacht verbringen, der heutige Sonntag ist auch schon wieder am Verklingen. Sete ist als bedeutender Hafen ausgewiesen, westlich davon eine Schnellstraße durch eine Lagune vom Festland getrennt. Doch diese kann man nicht verlassen, nichtmal anhalten ist möglich, da sogar ne Bordsteinkante die Mittellinie ziert und der Verkehr Richtung Montpellier nicht unbedeutend ist. Als wirklich aller einzige Option ist auf der Hälfte nach Fortignan ein Kreisverkehr, mit Abfahrt zu einem Parkplatz. Auf selbigen sind wir vor zwei Jahren mit dem LT schon aus Westen kommend gestoßen. Die Parksituation schwierig, erklärt sich am Morgen besser. Für heute reicht’s, Toben am Strand und Warten auf das Abendessen.

Wichtiges Thema, Christie ist da ziemlich motiviert und lebt ihr Hobby gerne aus, schreibt über unsere Reise sogar einen Foodblog. Aus den ganzen Funden wird auch immer was interessantes gezaubert. Heute gab es Toskanische Spinatsuppe, hauptsächlich Bohnen, Tomaten, Spinat garniert mit Käse, ww Brot dazu. Ein Traum.

Und die Schlemmerei zieht sich eigentlich den ganzen Tag durch. Am Morgen wenn mal nicht viel Obst für einen meiner legendären Salate oder Shakes da ist gibt es auch öfter Pancakes. Also die amerikanische Variante von Pfannkuchen garniert mit allem möglichen.

TAG 11:
Was will man mehr, Frühstücken am Mittelmeer fast ohne weitere Gäste am Strand. bissel zugig noch, aber schon angenehm.

Der Platz wie gesagt etwas beengt. >3 digues< heißt er und bietet bis Oktober auch Wohnmobilen gegen Gebühr Unterschlupf. Doch wie gewohnt verbarrikadiert und mit großen Steinen auch die Zufahrt gesperrt. Noch nicht genug, wurde wohl im letzten Jahr eine massiv verschweißte Höhenbarriere installiert. Diese fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Immerhin fanden vier weitere Camper den Platz zwischen Kreisel und Einfahrt ausreichend zum nächtigen.

Von der Unruhe und dem Drang gepackt weiter zu kommen (Der Weg ist das Ziel) machten wir uns auf nach Bezier. Ein alter Friedhof ist hübsch, aber kein Vergleich zu anderen in Frankreich schon gesehenen. Die Route durch das Zentrum vorbei an der Kathedrale über die alte Brücke…STOP. 2Tonnen, mehr nicht? Kein Wunder, das Teil ist eine Antiquität und immerhin überhaupt für Verkehr offen.

So mit betreten wir auch zum ersten Mal auf dieser Tour Neuland und werden etwas ausführlicher die Augen offen halten. Am Ortsausgang dann meine erste Sichtung eines französischen , naja, ähnliche Exemplare gibt’s auch in Kreuzberg.

Weiter die Landstraße nach Narbonne. Ebenso bedeutend in der Region und eigentlich eine Kleinstadt mit Charme. Die Kathedrale hier eine nicht vollendete aussergewöhnliche Erscheinung. Angeschlossen ein “cloistre” mit gigantischer Yucca-Palme im Kreuzgang.

Das Rathaus mit Weihnachtsschleife in der übersichtlichen Altstadt

Eine Brücke mit Flair von Erfurt und Florenz beherbergt die Stadt obendrein. Mit Häusern bebaut und der Weg übers Wasser gesäumt von Geschäften. Für den kurzen Stop haben wir das Wichtigste gesehen.

Das Kurioseste war in der Kirche das schon aufgebaute Krippenspiel bei dem eine noch leere Wiege beweint und bewundert wurde, ist wohl überall so bis zum 4.Advent hab ich mir sagen lassen. Wirkt aber komisch bis lustig, vor allem wenn man das Ganze in der Glotze betrachten muss.

Wir faden noch ein Stück weiter und wollten vor Dunkelheit die heutigen Errungenschaften vernaschen. Es war wieder mal reiche Beute und von Lachs bis Mozzarella vieles dabei, Besonderheit, zwei hochwertige Entenkeulen, die sofort ihre Bestimmung auf dem Grill finden sollten. Das Panorama dazu naja, seht selbst, die Pyrenäen vor dem ruhigen Lagunenausläufer bei Leucate. Sonnenuntergang und bis dahin auch T-Shirt Wetter, nur dass e dann auch schnell abkühlt, aber was wollen wir meckern.

Doch der Abend wird gegen 18Uhr dunkel meist noch lange nicht beendet. Viel fahren mag ich nicht mehr, man könnte ja was verpassen. Also mal nen Besuch im HyperCasino. Das Angebot gerade an Wein überwältigend.

So kam es auch, dass wir in Gesellschaft von 5-6 weiteren meist französischen Reisemobilen in der hinteren Ecke des gigantischen Parkplatzes übernachten. Heimkino war heute angesagt und die letzten Maronen aus dem saarländischen Wald kamen als Snack ganz gelegen.

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