Fraureuth bei Zwickau, Tag 4, Kilometer 406

Heute wollen wir Reisen, mal richtig Strecke machen, doch erstmal Verabschiedung und raus hier bevor die dunkle Wolke dahinten wieder Regen bringt. Heißt nicht, dass es aktuell trocken ist, aber meiner Bereifung traue ich den Rest schon zu. Motor warmlaufen lassen und dann ganz gemütlich mit Drehmoment im Kriechgang… so war der Plan. Nur leider ging es wirklich nicht und wir zerfurchten die Wiese vor der Bar. Also Rückwärtsgang, das Stück bergab zum Schwung holen nutzen und dann genau die Schleife zurück, die wir gestern hier runter sind. Das Wüstenschiff pflügt sich seinen Weg durch vogtländischen Acker. Einmal wenden und ganz gemütlich kurz vor Traktion verlieren vorbei am Orangen Bus der oben in der Einfahrt steht, geschafft. Stolz, und mit hübschem Ergbnis.

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Die Beiden sehen wir also zu unbestimmter Zeit irgendwo auf der Reise wieder, haben auch noch ein paar Sachen zu erledigen und wollen dann ins Warme. Wir hingegen machen uns weiter auf den Weg in den Bayerischen Wald. Vorher aber steht noch ein Zwischenstopp auf dem Plan, der zur bisherigen Reihe der Sehenswürdigkeiten passt. Ne Brücke, nicht irgend eine, sondern das Wahrzeichen der Region, die älteste große Ziegelsteinbrücke der Welt übers Göltzschtal. Gebaut von der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn.

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Schon eine gigantische Erscheinung, wenn man aus dem kleinen Nest südlich davon darauf zu fährt. Details findet ihr hier; wiki Göltzschtal:
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ltzschtalbr%C3%BCcke
Eine kleine Wanderung für weitere Schnappschüsse, Noch nen Snack und schon neigt sich auch dieser Tag schon dem Ende. So war aber auch der Plan, wir haben noch was vor. Containern nach Ladenschließung. Unser berühmter und bester Spot Deutschlands, und wir wurden reich belohnt.

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Zum Glück hatten wir noch ne große Kiste dabei, sonst hätten wir mit dem Sammeln aufhören müssen. Hier die ganze Beute:

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Das war aber nur Container Nummer eins hinterm Laden, im Container hinterm Logistikzentrum ein Traum von Granaten.

Die ganze Geschichte hatte nur einen bitteren Beigeschmack, wir waren eh schon überladen und einem Pneu auf der Hinterachse ist die Luft ausgegangen. Der Kompressor aus dem Baumarkt hat zwar in sagenhaften 6Minuten wieder Betriebsdruck herstellen können, jedoch hielt dieser nur für kurze Dauer, ein Loch im Schlauch ist also wohl Ursache.

Langsam und vorsichtig müssen wir trotzdem weiter, morgen ist Samstag letzte Chance zur Reparatur und zweiter Tag beim Familientreffen in Bayern. Wir machten also mal ne Ausnahme und zogen um auf die Autobahn, letztmalig hoffentlich. Jetzt sollte man denken, ist der Kerl verrückt, aber gut überlegt fanden wir es sicherer rechts aussen einen kapitalen Plattfuss zu riskieren und schnell auf den Standstreifen zu kommen, als auf einer dunklen Landstraße am Freitag Abend zu stranden. Aus Erfahrung hatten wir schon einmal 300km mit einem Reifen in Spanien überbrückt, diesmal ist das Ziel knapp 100km entfernt. Und wir rollten mit durchschnittlichen 50km/h gen Süden in die Nacht hinein.

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